Naturschutzrechtliche Genehmigung für ein neues Wasserkraftwerk an der Schwarzen Sulm erteilt

Kürzlich wurde vom Amt der Steiermärkischen Landesregierung die Naturschutzrechtliche Bewilligung zur Errichtung eines Kleinwasserkraftwerkes an der Schwarzen Sulm erteilt.

Wien (OTS) - Diese Entscheidung ist umso bemerkenswerter, da derartige Genehmigungen oft mit großen Widerständen verbunden sind und von gewissen Gruppierungen unter dem ökologischen Deckmäntelchen immer versucht wird, jedes neue Wasserkraftwerksprojekt schon vom Anfang an zu verhindern. Die positive Grundhaltung der Behörde zur erneuerbaren Energieform Wasserkraft und die Kompromissbereitschaft der Konsenswerber waren nach sechsjährigem Kampf und zahlreichen teuren Expertisen ausschlaggebend für den Erfolg. "Mit dem neuen Projekt können 10.000 Haushalte emissionsfrei mit sauberer elektrischer Energie versorgt werden und bleiben der Umwelt rund 20.000 Tonnen CO2 erspart" freut sich Peter Schubert vom Verein Kleinwasserkraft Österreich über die weit blickende Entscheidung der Steiermärkischen Landesregierung.

Auf Grund der topografischen Verhältnisse ist Österreich in der glücklichen Lage über ein großes Wasserkraftpotential zu verfügen. Rund 70 % der gesamten Stromerzeugung werden mit Wasserkraft gedeckt und stellt damit die Wasserkraft in Österreich das Rückgrat aller erneuerbaren Energieformen dar. Für den Ausbau der Wasserkraft gibt es in Österreich noch beträchtliches Potenzial. "Jede nicht aus erneuerbareren Energieformen genutzte Kilowattstunde beschert der Atomkraft und fossilen Energieerzeugung eine Renaissance" stellt Peter Schubert fest und hofft auf die rasche Umsetzung von einigen in der Bewilligungsphase stecken gebliebenen Projekten. Die positiven ökologischen Effekte der Erzeugung von Energie aus Wasserkraft in Relation zu fossilen Energieträgern sind unbestritten. Wasserkraft ist eine besondere Form der Sonnenenergie und bedeutet damit der Ausbau der Wasserkraft aktiven Umwelt- und Klimaschutz.

"Für 2006 wird aus Kleinwasserkraftwerken eine Strommenge von 4,4 TWh prognostiziert, was rund 8 % des gesamten Stromverbrauchs in Österreich entspricht. Mit dieser Strommenge können rund 3,5 Million Tonnen CO2 gegenüber einer Erzeugung in kalorischen Kraftwerken eingespart werden", hält Peter Schubert fest. "Gefahr droht der Kleinwasserkraft jedoch auf europäischer Ebene: es ist nicht nachvollziehbar, warum der Kleinwasserkraft als kostengünstigster Ökostromform mit der EU-Wasserrahmenrichtlinie zukünftig neue Opfer abverlangt werden. Es muss bei der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie mit Augenmaß vorgegangen und die Gestaltungsspielräume auch konsequent genutzt werden" fordert er weiter.

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