Lebendverfütterungen im Tiergarten Hellbrunn: Österreichischer Tierschutzverein erstattet Anzeige!

Wien (OTS) - Seit Jahren versuchen Zoobetreiber ihre chronisch defizitären Unternehmen durch immer neue Attraktionen "aufzupeppen" und für das schwindende, zunehmend desinteressierte Publikum attraktiv zu erhalten. Die Leidtragenden dieser "Sensationen" sind jedoch immer die Tiere, für die jede dieser Ideen neues Leid bedeutet. So wurde es in den letzten Jahren etwa zur Mode, Nachtführungen zu veranstalten. Die Tiere, die schon tagsüber unter der Präsenz des Menschen leiden, kommen nun also auch nachts nicht mehr zur Ruhe.

Im Salzburger Tiergarten Hellbrunn "pfropft" man diese, ohnehin schon tierquälerischen Nachtführungen, noch um ein zusätzliches Element auf: Ein Jaguar darf lebende Fische jagen und verzehren!

Nach Rechtsansicht des Österreichischen Tierschutzvereins handelt es sich dabei um einen klaren Verstoß gegen das Bundestierschutzgesetz! Das Gesetz sieht nämlich auch für Futtertiere eine fachgerechte Tötung vor und erlaubt die Lebendverfütterung von Tieren nur in Ausnahmefällen, etwa weil ein Tier sonst zu verhungern droht. Aus diesem Grund hat der Österreichische Tierschutzverein Anzeige gegen den Tiergarten erstattet und auch den Salzburger Tierschutzombudsmann eingeschaltet.

Hierzu ÖTV-Präsident Erich Goschler: "Neue Studien beweisen eindeutig, dass Fische Schmerzen ähnlich wie Säugetiere empfinden. Sie zum Gaudium des Publikums lebend zu verfüttern, ist ein klarer Verstoß gegen das Tierschutzgesetz".

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Österreichischer Tierschutzverein
Erich Goschler
Präsident
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www.tierschutzverein.at

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