ARBÖ: Reparaturkosten höher als erwartet - was nun?

ARBÖ-Tipps: So kann man sich vor bösen, teuren Überraschungen schützen

Wien (OTS) - "Immer wieder beklagen sich KFZ-Besitzer darüber,
dass die Rechnung der Fachwerkstätte höher ausfällt, als für das Service oder die Behebung bestimmter Mängel des Autos veranschlagt wurde", berichtet der technische Schulungsleiter des ARBÖ, Gottfried Moser.

"Viele drohen mit rechtlichen Schritten, die jedoch in den meisten Fällen aus Mangel an Beweisen im Sande verlaufen", so Moser, der oft als Sachverständiger von Kunden und deren Rechtsanwälten herangezogen wird.

"Eine Beurteilung, ob die Werkstatt ungerechtfertigte Reparaturen durchgeführt hat oder nicht, ist oft nicht mehr nachvollziehbar, weil wichtige Unterlagen fehlen", erklärt Moser.

Besonders bei älteren Fahrzeugen passiert es sehr oft, dass im Zuge einer Reparatur weitere Mängel festgestellt werden, die unter Umständen die erwarteten Reparaturkosten wesentlich erhöhen. Vertragswerkstätten arbeiten nach Werksvorgaben für Arbeitsstunden und Materialkosten. Übersteigen die Reparaturkosten die Werksvorgaben, muss es allerdings von der Werkstätte eine stichhaltige Erklärung geben.

Damit für einen Kfz-Sachverständigen eine nachvollziehbare Kontrolle der durchgeführten Reparaturen möglich ist, sind folgende Grundlagen notwendig.

1. Reparaturauftrag - unbedingt aufheben
2. Durchgeführte Diagnosen, die den Reparaturaufwand beschreiben, um die Betriebs- und Verkehrssicherheit wieder herzustellen.
3. Altteile aufheben oder fotografieren, die bei der Reparatur ausgetauscht wurden.
4. Rechnung und Reparatur-Beschreibung

Um sich vor bösen, teuren Überraschungen zu schützen, hat der ARBÖ-Experte Tipps zusammengestellt, welche Punkte mit der Werkstätte vor Ausführen einer Reparatur vereinbart werden sollten:

1. Kostenvoranschlag der gesamten Reparaturkosten:
Ist der tatsächliche Reparaturaufwand erst nach erfolgter Zerlegungsarbeit möglich, sollte mit der Werkstätte bzw. dem Werkstättenmeister eine telefonische Verständigung vereinbart werden (z.B: Anruf, wenn die Reparaturkosten einen bestimmten Rahmen übersteigen.

2. Kopie des Auftrages mitnehmen.

3. Am Reparaturauftrag Name des Werkstättenmeisters bzw. Mechanikers, der die Reparaturannahme durchgeführt hat, vermerken.

4. Auftrag, dass die Altteile bis zur Freigabe durch Kunden aufbewahrt werden (wenn möglich Kofferraum).

5. Kostenvoranschlag mit einer anderen Vertragswerkstätte vergleichen.

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