Junge Mutter soll spekulieren

Zweifelhaftes Angebot zur finanziellen Absicherung

Wien (AKNÖ) - Unabhängige Finanzbetreuer bieten einer Kreditnehmerin ein angeblich finanziell einträgliches Angebot an. Den Vorschlag, den die Unternehmensgruppe Lebensfinanzplanung der jungen Mutter jedoch unterbreitet, entpuppt sich auf den zweiten Blick als risikoreiches und vergleichsweise teures Fonds-Spar-Produkt. Die Niederösterreichische Arbeiterkammer warnt vor übereilten Entscheidungen in Finanzangelegenheiten. "Lassen Sie alle Angebote bei einer tatsächlich unabhängigen Stelle prüfen", erklärt AKNÖ-Experte Martin Hofecker.

Die junge Frau befindet sich in Karenz als sie ein Anruf der Lebensfinanzplanung erreicht. Sie lebt zu der Zeit von etwa 500 Euro Kinderbetreuungsgeld im Monat und hat drei Kredite für die Finanzierung ihrer Wohnung aufgenommen. Im Gespräch stellt die junge Mutter klar, dass ihre Kredite aufgrund der Förderungen keiner Optimierung bedürfen. Die Finanzberaterin ist jedoch der Meinung, dass sie auch dieser Kundin ein Angebot machen könnte, das ihr bessere finanzielle Möglichkeiten einräumt und erstellt ein haarsträubendes Angebot.

"Das Optimum für ihr Geld" entpuppt sich als Mehrbelastung

Das Angebot: Die junge Frau soll ihre geförderten Kredite aufgeben und sie auf einen normalen Kredit umschulden, was zur Folge hätte, dass ihre Zinszuschüsse zur Gänze verloren gingen. Während der Laufzeit würde sie ausschließlich die Kreditzinsen zahlen und nebenbei durch einen Fonds die spätere Abdeckung ansparen. Am Ende der Laufzeit wäre dann mit einem Schlag der volle Betrag des Kredits fällig. Ein Drahtseilakt ohne Netz und doppeltem Boden, denn solche Angebote sind risikoreich. Der Zinssatz kann relativ rasch ansteigen und der Fonds den veranschlagten Wert nicht erreichen. Damit ginge die Rechnung am Ende nicht auf und die junge Mutter säße auf einem Schuldenberg.

Zu hohes Risiko auf Kosten der Kunden

Die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer halten die Vorgehensweise solche risikoreichen Geflechte auch Menschen in finanziell schwierigen und unsicheren Lebenssituationen anzubieten für skandalös. "Das Beispiel zeigt ganz deutlich wie es um die Beratungsqualität und Vertrauenswürdigkeit mancher Finanzberater bestellt ist. Hätte die junge Mutter den Rat der Finanzberaterin befolgt, wäre sie einen Deal eingegangen, der weder ihren Bedürfnissen entsprochen, noch eine Entlastung ihrer angespannten finanziellen Situation bedeutet hätte. Hier sollte scheinbar ein für das Unternehmen nicht für die Kundin gewinnbringendes Produkt verkauft werden. Der Verdacht auf Provisionsmaximierung liegt nahe", so Hofecker. Der AKNÖ-Experte rät abschließend dazu Kredit- und Finanzangebote den Konsumentenschützern der Niederösterreichischen Arbeiterkammer zur Überprüfung vorzulegen.

Rückfragehinweis: AKNÖ Konsumentenberatung, Martin Hofecker, 05 7171 - 1311

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