AK Studie: Stock Options lassen die Gagen der ATX Manager explodieren (2)

AK fordert Aus für steuerliche Förderung von Stock Option Plänen

Wien (OTS) - Steuerlich begünstigte Stock Option Pläne sind der Hauptgrund für die Beinahe-Verdoppelung der Managergagen von ATX Unternehmen in nur fünf Jahren. Bei einigen Unternehmen machen diese aktienbasierten Vergütungen bereits den Großteil der Vorstandsgagen aus, zeigt eine aktuelle AK Studie: Bei der OMV etwa machen von insgesamt rund elf Millionen Euro für vier Vorstandsmitglieder rund sieben Millionen steuerbegünstigte Aktienoptionen aus. Die Folge: Die Gagen der OMV Manager sind wegen der Rekord-Gewinne von 2000 bis 2005 gleich um 367 Prozent gestiegen. Aber nur bei einigen Unternehmen -zum Beispiel OMV, Telekom, RHI und Andritz - wird im Geschäftsbericht ausgewiesen, wie hoch die Gewinne der Vorstände aus den Stock Options Programmen waren. Die AK fordert die Abschaffung der steuerlichen Förderung von Stock Option Plänen. Grund: Stock Option Programme sind Ursache für die teilweise völlig abgehobenen Managergagen und werden fast nur Vorständen und leitenden Angestellten eingeräumt. Während bei einer fünfjährigen Behaltefrist die Hälfte der Optionsgewinne, bis maximal 36.400 Euro eingeräumten Optionen, steuerfrei ist, sind "normale" Mitarbeiterbetei-ligungsprogramme für die übrigen Beschäftigten nus bis maximal 1.460 Euro steuerlich begünstigt.

Aktienbasierte Vergütungen - Stock Option Pläne - werden bei den Managern der unter-suchten ATX Unternehmen immer beliebter. Es gibt sie für die Top-Manager von: OMV, RHI, Telekom, Wienerberger, Andritz, Erste Bank, betandwin, Voest Alpine und Raiffeisen International. Die Folgen: Manager-Gagenanstiege von 249 Prozent (RHI), 309 Prozent (Andritz) und sogar 367 Prozent (OMV) in nur fünf Jahren.

AK fordert Abschaffung der steuerlichen Förderung von Stock Option Plänen

Angesichts der enormen Auseinanderentwicklung von Managergehältern und dem Einkommen der übrigen Beschäftigten fordert die Arbeiterkammer das Aus für die steuerliche Begünstigung von Stock Options. Optionspläne werden fast nur Vorständen und leitenden Angestellten eingeräumt. Die Gewinne aus Optionspläne sind abhängig von der Behaltefrist steuerbefreit. Bei einer einjährigen Behaltefrist sind zehn Prozent der Gewinne steuerbefreit, bei einer fünfjährigen Behaltefrist ist die Hälfte der Optionsgewinne steuerfrei (bis maximal 36.400 Euro eingeräumten Optionen). Im Gegensatz dazu sind "normale" Mitarbeiterbeteiligungsprogramme für die übrigen Beschäftigten nur bis zu maximal 1.460 Euro steuerlich begünstigt.

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