- 07.08.2006, 09:29:00
- /
- OTS0029 OTW0029
AK Studie: Stock Options lassen die Gagen der ATX Manager explodieren (2)
AK fordert Aus für steuerliche Förderung von Stock Option Plänen
Wien (OTS) - Steuerlich begünstigte Stock Option Pläne sind der
Hauptgrund für die Beinahe-Verdoppelung der Managergagen von ATX
Unternehmen in nur fünf Jahren. Bei einigen Unternehmen machen diese
aktienbasierten Vergütungen bereits den Großteil der Vorstandsgagen
aus, zeigt eine aktuelle AK Studie: Bei der OMV etwa machen von
insgesamt rund elf Millionen Euro für vier Vorstandsmitglieder rund
sieben Millionen steuerbegünstigte Aktienoptionen aus. Die Folge: Die
Gagen der OMV Manager sind wegen der Rekord-Gewinne von 2000 bis 2005
gleich um 367 Prozent gestiegen. Aber nur bei einigen Unternehmen -
zum Beispiel OMV, Telekom, RHI und Andritz - wird im Geschäftsbericht
ausgewiesen, wie hoch die Gewinne der Vorstände aus den Stock Options
Programmen waren. Die AK fordert die Abschaffung der steuerlichen
Förderung von Stock Option Plänen. Grund: Stock Option Programme sind
Ursache für die teilweise völlig abgehobenen Managergagen und werden
fast nur Vorständen und leitenden Angestellten eingeräumt. Während
bei einer fünfjährigen Behaltefrist die Hälfte der Optionsgewinne,
bis maximal 36.400 Euro eingeräumten Optionen, steuerfrei ist, sind
"normale" Mitarbeiterbetei-ligungsprogramme für die übrigen
Beschäftigten nus bis maximal 1.460 Euro steuerlich begünstigt.
Aktienbasierte Vergütungen - Stock Option Pläne - werden bei den
Managern der unter-suchten ATX Unternehmen immer beliebter. Es gibt
sie für die Top-Manager von: OMV, RHI, Telekom, Wienerberger,
Andritz, Erste Bank, betandwin, Voest Alpine und Raiffeisen
International. Die Folgen: Manager-Gagenanstiege von 249 Prozent
(RHI), 309 Prozent (Andritz) und sogar 367 Prozent (OMV) in nur fünf
Jahren.
AK fordert Abschaffung der steuerlichen Förderung von Stock Option
Plänen
Angesichts der enormen Auseinanderentwicklung von Managergehältern
und dem Einkommen der übrigen Beschäftigten fordert die
Arbeiterkammer das Aus für die steuerliche Begünstigung von Stock
Options. Optionspläne werden fast nur Vorständen und leitenden
Angestellten eingeräumt. Die Gewinne aus Optionspläne sind abhängig
von der Behaltefrist steuerbefreit. Bei einer einjährigen
Behaltefrist sind zehn Prozent der Gewinne steuerbefreit, bei einer
fünfjährigen Behaltefrist ist die Hälfte der Optionsgewinne
steuerfrei (bis maximal 36.400 Euro eingeräumten Optionen). Im
Gegensatz dazu sind "normale" Mitarbeiterbeteiligungsprogramme für
die übrigen Beschäftigten nur bis zu maximal 1.460 Euro steuerlich
begünstigt.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Christian Spitaler AK Wien Kommunikation tel.: (+43-1) 50 165 - 2152 mobile: (+43) 664 45 43 43 6 mailto:christian.spitaler@akwien.at http://wien.arbeiterkammer.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW






