So klappt der Start in den Kindergarten

Fachexperten aus den Wiener Kindergärten geben die besten Tipps

Wien (OTS) - Für etwa 16.000 Wiener Kids ist Anfang September Kindergartenstart. Leicht fällt es den wenigsten. Ganz besonders für die Kleinsten ist es der erste Schritt in eine fremde Umgebung - für Kind und die Eltern bedeutet es, loszulassen. Die alltägliche Routine muss neu organisiert werden. Ein wichtiger Einschnitt im Leben ihres Kindes, auf das es gut vorbereitet sein sollte. Damit der Einstieg leichter fällt - hier die zehn besten Tipps von Profis:

1.) Die richtige Vorbereitung

Wichtig ist es, mit dem Kind über den Kindergarten zu sprechen, aber keine falschen Vorstellungen zu wecken. So kann man zum Beispiel einen Spaziergang zum neuen Kindergarten machen oder gemeinsam Bilderbücher über Kindergärten betrachten.

2.) Der Einstieg

Die Eingewöhnung sollte nicht mit einem anderen einschneidenden Ereignis zusammenfallen (etwa Berufseinstieg oder Geburt eines zweiten Kindes). Sie dauert im Schnitt - je nach Alter und Persönlichkeit des Kindes - vier bis sechs Wochen.

3.) Loslassen können

Wenn sich das Kind langsam in der Gruppe wohlfühlt, kann die Bezugsperson die Gruppe für fünf Minuten verlassen. Das Kind muss aber Bescheid wissen. Funktioniert dies problemlos, kann die Zeit langsam ausgeweitet werden.

4). Lange Abschiedsszenen vermeiden

Auch wenn es schwer fällt, sollten Eltern sich schnell verabschieden und dann konsequent gehen.

5). Die Eingewöhnung langsam und individuell gestalten

Der Aufenthalt in den ersten Wochen sollte nicht zu lange dauern. Optimal ist es, wenn die Kinder nach dem Mittagessen abgeholt werden.

6.) Vertraute Gegenstände helfen

Die erste Zeit im Kindergarten hilft ein Spielzeug von zu Hause, oder ein vertrauter Gegenstand der Mutter (z.B ein Tuch), um die Trennung erträglicher zu machen. Ein kleiner Trick: Das Kind möglichst jeden Tag zur gleichen Zeit in den Kindergarten bringen.

7.) Zeit für Verarbeitung der Eindrücke

Nach dem Kindergarten keine aufregenden Aktivitäten planen. Das Kind muss die Eindrücke erst verarbeiten.

8.) Vertrauen ist wichtig

Ein Vertrauensverhältnis zur Kindergartenpädagogin aufbauen -wenn das Kind das Einvernehmen spürt, gewinnt es Sicherheit.

9.) Freundschaften im Kindergarten fördern

Möglichst oft Kindergartenfreunde des Kindes einladen - das stärkt die Freundschaften.

10). Meinungsverschiedenheiten klären

Eltern werden immer wieder mit der Aussage "Im Kindergarten machen wir das aber anders" konfrontiert. In solchen Fällen ist es wichtig, den Einfluss der Kindergartenpädagogin zu akzeptieren, aber Meinungsverschiedenheiten zu klären. (Schluss) km

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Mag. Kerstin Mühlböck
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