Diabetes bei Kindern und Jugendlichen / Ratschläge für Betreuer und Lehrer

Baierbrunn (OTS) - Immer wieder hören wir von der Volkskrankheit Diabetes und dass der wichtigste Risikofaktor Übergewicht ist. Aber das trifft nicht auf alle Diabetiker zu, denn es gibt zwei verschiedene Typen der Diabetes. Typ-1-Diabetes tritt fast ausschließlich bei Kindern und Jugendlichen auf und hat nichts mit Übergewicht und falscher Ernährung zu tun, wie Chefredakteur Dr. Andreas Baum vom Apothekenmagazin Diabetiker Ratgeber weiß:

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Typ-1-Diabetes wird dadurch verursacht, dass die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produziert. Insulin ist ein Hormon, das Zucker aus dem Blut in die Zellen schleust. Ohne Insulin steigt der Zuckerspiegel im Blut stark an, das kann akut zu Stoffwechselentgleisungen führen, auf Dauer auch zu Organschäden. Um das zu verhindern, müssen sich Typ-1-Diabetiker das Insulin deshalb mehrmals täglich selbst spritzen.

In Deutschland haben mindestens 20.000 Kinder und Jugendliche Typ-1-Diabetes. In wieweit schränkt das den Alltag der Kids ein?

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Weniger als man oft denkt. Also Kinder mit Diabetes brauchen keine Nachsicht, aber sicher etwas mehr Aufmerksamkeit. Sie können, genau wie gesunde Kinder Sport treiben oder auch an Klassenfahrten teilnehmen, aber sie müssen ihre Blutzuckerwerte dabei immer im Auge behalten.

Eltern sind mit der Krankheit ihres Kindes vertraut, aber worauf sollten Lehrer oder Betreuer achten, damit es den Kids gut geht?

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Die Kinder müssen jederzeit, auch im Unterricht, die Möglichkeit haben, ihren Blutzucker zu messen und gegebenenfalls etwas essen und trinken können, um Unterzuckerungen zu vermeiden. Unterzuckerungen sind relativ häufig, aber wenn man sie rechtzeitig erkennt und gegensteuert, meistens harmlos. Vor allem beim Sport, wenn man viel Energie verbraucht, kann es bei Kindern mit Diabetes schnell passieren, dass der Blutzucker stark sinkt. Darum ist es auch sinnvoll, dass Lehrer, die ein Kind mit Diabetes in ihrer Klasse haben, für solche Fälle immer ein paar Täfelchen Traubenzucker zur Hand haben.

Wie man sich als Laie verhalten soll, wenn ein Kind oder Jugendlicher zu niedrigen oder zu hohen Blutzucker hat und was es für typische Warnzeichen gibt, wird in der August-Ausgabe des Diabetiker Ratgebers genau beschrieben. Ein ausführliches Merkblatt für Lehrer und Betreuer von Kindern mit Diabetes steht unter www.DiabetesPro.de zur Verfügung - zum kostenlosen Download.

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Originaltext: Wort und Bild - Diabetiker Ratgeber

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