Strache: Versuchte Wählertäuschung in Orange

FPÖ-Obmann kritisiert Schweigen von ÖVP, SPÖ und Grünen - OSZE-Wahlbeobachter nach Österreich?

Wien (OTS) - Ein demokratiepolitischer Skandal allerersten Ranges ist für FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache das geplante Antreten des Orangenhaufens unter dem Namen "Die Freiheitlichen". Strache sieht darin einen Versuch übler Wählertäuschung, der in der Zweiten Republik einzigartig sei und an weißrussische Verhältnisse erinnere. Noch nie sei in der Zweiten Republik einer Partei so übel mitgespielt worden.

In seiner heutigen Pressekonferenz forderte Strache die Wahlbehörden zum Eingreifen auf. Sollten diese dies nicht tun, plant die FPÖ zuerst eine Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof und dann die Anfechtung der Nationalratswahl. "Oder wir treten unter dem Namen ‚Sozialistische Volkspartei - Liste Strache - FPÖ’ zur Wahl an." Sollte der FPÖ auch noch der Sitz in der Bundeswahlbehörde genommen werden, werde man OSZE-Wahlbeobachter anfordern

Ebenso schlimm ist für Strache aber auch das Schweigen der anderen Parteien zu diesen ungeheuerlichen Machenschaften. Schüssel bleibe auch hier seinem Motto des Schweigens treu. Und unter Ausschluß der Öffentlichkeit beglückwünsche er den Orangenhaufen wahrscheinlich noch zu dieser perfiden Vorgangsweise. Auch von der Innenministerin, die schließlich für eine korrekte Wahlabwicklung verantwortlich sei, habe man bislang nichts vernommen. Sie tue so, als ob sie die Nationalratwahl überhaupt nichts anginge.

"SPÖ und Grüne wiederum, die sich ja so gerne als Gralshüter der Demokratie aufspielen, nehmen diese Liquidierung demokratischer Grundsätze ebenso kaltlächelnd zur Kenntnis", kritisierte Strache. Demokratie und Meinungsvielfalt seien für diese Herrschaften nur Schlagworte.

Laut Strache soll sich allerdings niemand die Hoffnung machen, daß der FPÖ diese Machenschaften ernsthaft schaden würden. "Das Original wird sich trotz Markenschwindels gegen die Kopie durchsetzen." Die Menschen seien nicht so dumm, wie Schüssel und Haider das gerne hätten. "Und am Abend des 1. Oktober können die beiden dann miteinander eine Trauerkundgebung abhalten. Der Wähler wird dafür sorgen, daß die Gerechtigkeit siegt."

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