Umweltministerium: Erstaunt über Eva Glawischnig

Vollmundige Forderungen und peinliches Unwissen

Wien (OTS) - Wenn es der Grünen Abgeordneten Eva Glawischnig tatsächlich um Glaubwürdigkeit ginge, hätte sie sich zunächst über einige Fakten informiert, ehe sie mit vollmundigen Forderungen und peinlichen Unwissen in die Medien geht. Zur Aufklärung der Fakten darf das Umweltministerium mitteilen:

1. Umweltminister Pröll befindet sich nicht im Urlaub, sondern im Amt in Wien.

2. Dementsprechend wurden auf Anordnung des Umweltministers bereits gestern alle Veranlassungen getroffen, um

a) sicherzustellen, dass vom jüngsten Vorfall im Reaktorblock 2 des AKW Temelin keine Gefährdung der österreichischen Bevölkerung ausgeht.

b) alle Informationen und Berichte von der tschechischen Seite eingefordert werden, die zur Analyse des Vorfalls notwendig sind.

Schließlich zeigt sich das Umweltministerium von der Forderung Glawischnigs nach einer Pragreise des Umweltministers verwundert:
einerseits hat es in den letzten fünf Jahren kein einziges Treffen eines österreichischen Umweltministers mit seinem tschechischen Amtskollegen gegeben, bei dem die österreichische Forderung Stilllegung Temelins nicht zur Sprache gekommen wäre.

Andererseits liegen dem österreichischen Umweltministerium Auszüge des neuen Prager Regierungsübereinkommens vor, das bekanntlich auch die tschechischen Grünen unterschrieben haben. Darin ist keine Rede von der Stilllegung Temelins. Vielleicht wäre es also angebrachter, dass Glawischnig selbst zu ihren Parteikollegen nach Prag fährt, um sich zu darüber zu informieren, warum seitens der tschechischen Grünen offensichtlich kein Ausstieg aus der Atomkraft geplant ist.

Rückfragen & Kontakt:

Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MLA0001