KMSfB unterstützt FC Tirol-Spieler vor Höchstgericht

ÖGB-Präsident Hundstorfer betont Bedeutung des Rechtsschutzes für ÖGB-Mitglieder

Wien (ÖGB/KMSfB) - Die vom OLG Innsbruck abgewiesene Klage von 14 ehemaligen Spielern des in Konkurs geratenen Fußballvereines FC Tirol, die von den wegen grob fahrlässiger Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen strafgerichtlich verurteilten ehemaligen Präsidenten des FC Tirol Schadenersatz fordern, geht in die nächste Instanz. Die Gewerkschaft Kunst, Medien, Sport und freie Berufe (KMSfB) hat den Gewerkschaftsmitgliedern unter den klagenden Fußballern bereits für das Revisionsverfahren beim Obersten Gerichtshof rechtliche und finanzielle Unterstützung zugesichert. ++++.

"Die KMSfB wird den Spielern des FC Tirol Rechtsschutz gewähren, und gegen das Urteil des OLG Innsbruck berufen", erklärt Dr. Rudolf Novotny, Geschäftsführer der Vereinigung der Fußballer in der Gewerkschaft KMSfB. Die Urteilsbegründung, dass nur derjenige Spieler Schadenersatz erhält, der beweist, dass er auch ein fixes Angebot eines anderen Vereines gehabt hätte, kann Novotny nicht nachvollziehen: "Ein Spieler wird einerseits kaum konkrete Vertragsverhandlungen mit einem anderen Verein führen, wenn dafür weder sportliche noch finanzielle Gründe vorliegen, andererseits ist eine derartige Vorgangsweise laut Fußballbundesliga gar nicht zulässig. Man würde sich damit der so genannten 'Kaperei' schuldig machen", so Novotny.

ÖGB-Präsident Hundstorfer betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung des gewerkschaftlichen Rechtsschutzes und begrüßt den Rechtsbeistand durch die KMSfB. Dass nur jener Teil ersatzfähig sein soll, den ein anderer Arbeitgeber bezahlt hätte, nicht aber der Schaden, den die Arbeitnehmer tatsächlich durch den Zahlungsausfall erlitten haben, ist nicht einzusehen. Diese Frage wird nun das Höchstgericht beschäftigen, da sie nicht nur für Spitzensportler, sondern auch für alle anderen ArbeitnehmerInnen von Bedeutung ist. (ew)

ÖGB, 4. August
2006
Nr. 524

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Dr. Rudolf Novotny
Geschäftsführer der Vereinigung der Fußballer in der Gewerkschaft KMSfB
Maria Theresien-Straße 11
1090 Wien
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Mobil: 0664/614 54 11

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