"Newton" am 6. August: Von rasenden Wetterstationen, Seiltänzern und Graureihern

Inama lässt Wetterballons steigen, Hupfauf tanzt auf dem Seil

Wien (OTS) - Ob Hitzerekord oder Extremunwetter, das
Wettergeschehen ist trotz modernster Technik kaum über mehrere Tage vorhersagbar. Für lokale Prognosen sind bis heute Messungen per Wetterballon unverzichtbar. Gemeinsam mit Wiener Meteorologen schickt Carolina Inama in einer neuen Folge des ORF-Wissenschaftsmagazins "Newton", zu sehen am Sonntag, dem 6. August 2006, um 19.00 Uhr in ORF 1, so einen Ballon in den Himmel und zeigt, welche Schlüsse aus den gewonnen Daten gezogen werden können. In ganz anderen Dimensionen soll künftig eine neue Wetterstation im All Daten liefern - der Wettersatellit Metop, der im September seine Arbeit aufnehmen soll. Metop rast in einer niedrigen Umlaufbahn um die Erde und scannt systematisch die Erdatmosphäre. Zwei Mal pro Tag überfliegt er jeden Punkt der Erde und wird so umfangreiche Wetterdaten von besonderer Qualität liefern. Das großräumige Wettergeschehen in Europa soll so bis zu fünf Tagen im Voraus berechenbar werden.

Hupfauf als Seiltänzer

Bernd Hupfauf, der "Newton"-Mann für Grenzgänge im Dienst der Wissenschaft, will diesmal hoch hinaus. Er wagt sich aufs Seil -versucht sich am Tanz zwischen Himmel und Erde. Bei seinem Balanceakt hat Bernd Hupfauf fachkundige Unterstützung von Österreichs einzigem Hochseilartisten Walter Moshammer. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Seiltanz zwischen Psychologie und Physik - aber laut Moshammer in einer Woche zu lernen - zumindest knapp über dem Boden.

Das Luxusleben der reichen Römer

Die Beschreibung einer römischen Luxuswohnung knapp nach Christi Geburt könnte zur Immobilie eines Superreichen der heutigen Zeit passen: Marmorvertäfelungen im fußbodengeheizten Bad, Aquarien für Fische im Speisezimmer, Mosaike in den Vorräumen, kunstvolle Wandmalereien, Spülklosetts in allen Ebenen - und die Wohn-Nutzfläche beträgt 4.000 Quadratmeter. Nach sechzig Jahren Grabungsarbeiten können österreichische Archäologen im türkischen Ephesos das Haus eines reichen Römers exakt. Zoologische und medizinische Untersuchungen ermöglichen es den Forschern sogar, die Ernährungsgewohnheiten nachzuvollziehen: Obwohl Ephesos am Meer lag, bevorzugten die Römer Süßwasserfische. Die Herrschaften lebten in Saus und Braus - Wissenschafter verschiedenster Teildisziplinen lassen durch ihre genauen Analysen und Forschungen den Glanz, aber auch die Dekadenz des Römischen Reiches wiederauferstehen.

Konflikt um den Graureiher

Noch vor 30 Jahren war der Graureiher in Österreich praktisch ausgerottet. Dank strenger europaweiter Schutzbestimmungen gibt es heute wieder eine beachtliche Zahl dieser Wasservögel - und damit einen neuen Konflikt, der sich auf eine Frage zuspitzt: abschießen oder schützen? Fischer und Fischzüchter, die den großen Vogel mit seinem beachtlichen Appetit vor allem als lästige Konkurrenz verstehen, fordern eine deutliche Dezimierung der Tiere. Naturschützer dagegen fürchten die neuerliche Ausrottung des Graureihers und protestieren gegen solche Pläne. Zwischen den Fronten soll jetzt die Wissenschaft vermitteln. Biologen der Wiener Universität für Bodenkultur arbeiten an der Bestandsaufnahme der Graureiher. Für diese "Volkszählung" in den Baumwipfeln der Auwälder mussten sich die Forscher selbst in die Luft schwingen: Mit einem Ultralight-Flugzeug flogen sie von Brutplatz zu Brutplatz.

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