AK kritisiert neuerliche Erhöhung der Leitzinsen

Wien (OTS) - "Als Gefährdung für die ohnedies bescheidene Wachstumsbelebung in Europa und darüber hinaus als arbeitnehmerfeindlich" kritisiert AK Direktor Werner Muhm die heutige bereits vierte Erhöhung der Leitzinsen durch die EZB in den letzten 8 Monaten. Auch der Internationale Währungsfonds bestätigte vor Kurzem, dass es keine Gefahr einer Inflationsbeschleunigung gebe, sagt Muhm, dazu ist auch die Kapazitätsauslastung in der Eurozone wegen der schwachen Binnennachfrage zu gering. Und für das kommende Jahr wird sogar schon wieder ein Nachlassen der Wachstumsdynamik prognostiziert.

Die Binnennachfrage liefert jedenfalls keinen Grund für eine Zinserhöhung, Anstiege im Harmonisierten Verbraucherpreisindex sind auf das aggressive Preissetzungsverhalten der Ölkonzerne, welche die labile geopolitische Lage ausnutzen, zurückzuführen. Durchwegs moderate Lohnerhöhungen werden aber von der EZB als Inflationsrisiko gesehen, während die Supergewinne der Ölkonzerne und der großen Kapitalgesellschaften offenbar mit Wohlwollen betrachtet werden, kritisiert die AK. Ausgelöffelt muss diese Suppe wieder einmal von den Arbeitnehmern werden, die durch hohe Treibstoffpreise, höhere Kreditzinsen und verstärkte Arbeitsplatzunsicherheit belastet werden.

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