Erfolgreiche Wiederansiedelung der Bartgeier

Österreichische Zoo Organisation OZO unterstützt alpenweites Artenschutzprojekt - 20 Jahre erfolgreiche Wiederansiedlung des Bartgeiers!

St. Johann (OTS) - Erfolg durch Kooperation

Die Finanzierung dieses Forschungs- und Artenschutzprojektes übernimmt OZO aus Geldern, die durch Sponsoringaktivitäten in den wissenschaftlich geleiteten Zoos Österreichs zusammen getragen wurden. Die OZO bedankt sich bei den Sponsoren HAKLE, Kellogs, Dixi.

"Zoos spielen heute eine bedeutende Rolle im internationalen Artenschutz. Wir von OZO freuen uns, dass wir zum Gelingen des Bartgeier-Wiederansiedlungsprojektes nicht nur die benötigten Vögel, sondern auch die finanziellen Mittel beitragen können", freut sich der Präsident der OZO, Mag. Andreas Kaufmann vom Tierpark Herberstein, über die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Naturschutzorganisationen und Zoos in Österreich.

Größter Vogel der Alpen fliegt wieder frei

Im Jahr 1913 wurde der letzte freilebende Bartgeier im Aostatal in Italien abgeschossen. Seit 1973 gibt es kontinuierlich Nachzuchten im Alpenzoo Innsbruck, wo auch die Methoden zur Aufzucht in menschlicher Obhut entwickelt wurden. Dieses Artenschutzprojekt zählt zu den erfolgreichsten in ganz Europa und ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von WWF, Nationalpark Hohe Tauern, Frankfurter Zoologische Gesellschaft, Veterinärmedizinische Universität Wien und den Tiergärten in Europa.

Die Wiederansiedelung des Bartgeiers, er ist der größte Vogel der Alpen, begann im Jahr 1986 mit vier jungen Bartgeiern, darunter zwei Nachzuchten aus dem Alpenzoo Innsbruck. In den vergangenen 20 Jahren wurden insgesamt 138 Bartgeier an 12 Orten im Alpenraum ausgewildert. In Österreich sind auf dem Gebiet des Nationalparks Hohe Tauern insgesamt 43 Jungvögel freigelassen worden.

Bereits im Vorjahr wurde ein Jungvogel namens "Doraja, ausgewildert. Ein halbes Jahr später fanden Schulkinder "Doraja" in der Nähe von Salzburg und übergaben sie dem dortigen Zoo zur Pflege. Es stellte sich heraus, dass "Doraja" an einer schweren Vergiftung litt, die durch die Aufnahme von mit Bleischrot verseuchten Kadavern verursacht worden war. In der Bartgeier-Zuchtstation Haringsee / NÖ des Vereines für Eulen- und Greifvogelschutz, konnte der Vogel nach einer sukzessiven Entgiftung genesen.

"Doraja" fliegt mit Sender

Nun ist für "Doraja" die zweite Chance gekommen: In Anwesenheit Vertretern des Nationalparks Hohe Tauern / Salzburg, des WWF Österreich und der Österreichischen Zoo Organisation OZO, wird "Doraja" in Hollersbach, Land Salzburg ausgewildert. Diesmal erhält der Vogel einen Sender damit er die ersten Wochen seiner neu gewonnenen Freiheit von Wildbiologen und Bartgeier-Experten auf seinem Flug beobachtet werden kann.

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Mag. Andreas Kaufmann
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