Öllinger: Situation für PflergerInnen und betroffene Familien skandalös

PflegerInnen müssen rechtlich einwandfrei und sozial abgesichert arbeiten können

Wien (OTS) - "Die Situation für PflegerInnen und betroffene Familien ist skandalös", meint der stv. Klubobmann der Grünen, Karl Öllinger, zur Debatte des Pflegenotstands: "Einerseits werden diese Menschen und ihre Leistungen dringend benötigt, andererseits wollen sich ÖVP wie SPÖ als Ausländer-Aussperrparteien aufspielen. Auf der Strecke bleiben sowohl die Pflegebedürftigen wie auch die Pflegenden."

"Geradezu skurril ist, dass Seniorenbundobmann Khol zu den bereits existierenden vierzehn unterschiedlichen Kategorien von ArbeitnehmerInnen im Ausländerbeschäftigungsgesetz nun eigens für PflegerInnen eine zusätzliche neue schaffen und damit die Entwertung von Pflegeberufen auf Dauer verfestigen will", meint Öllinger. "Die Leistung dieser Menschen wird benötigt und ist gefragt. Es ist die katastrophale Politik von ÖVP aber auch SPÖ die verhindert, die Leistungen rechtlich einwandfrei und sozialrechtlich abgesichert zu erbringen. Die Menschen sind hier und arbeiten, aber der Staat verzichtet auf Steuern wie auch auf Sozialabgaben, dank ÖVP und SPÖ." Vor dieser Gefahr haben die Grünen bereits bei Beschluss der Übergangsregelungen hingewiesen.

"Wir alle brauchen diese PflegerInnen", so Öllinger, "also müssen wir ihnen auch die Chance geben, hier Perspektiven für sich und ihre Arbeit zu finden." Dies ist im Interesse Aller in Österreich, denn niemand strebt einen Beruf an, der von Niedriglöhnen geprägt ist. Und Niedriglöhne stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit der Rechtlosigkeit der dringend benötigten Pflegekräfte.
"Der Bedarf an Pflegenden wird weiter zunehmen", ergänzt Öllinger. "Wer den Pflegebereich jetzt nicht mit besserer Bezahlung und besseren Arbeitsbedingungen aufwertet, hat zu verantworten, dass wir alle auch in Zukunft mit zu wenigen gut ausgebildeten Pflegekräften dastehen werden und die betroffenen Familien im Stich gelassen werden."

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