Sima zu AKW-Störfall in Schweden: "Atomausstieg jetzt!"

"Hebel ist EURATOM: "Geldhahn für Atomlobby zudrehen!"

Wien (OTS) - "Wie viele Störfälle braucht die Atomlobby noch, um die Gefährlichkeit der Atomkraftwerke einzugestehen und sie endlich abzuschalten?", kommentiert SPÖ-Umweltstadträtin Ulli Sima die aktuellen Zwischenfälle in den schwedischen Atomkraftwerken Forsmark und Oskarshamn. Die Vorfälle in Schweden, die zur Abschaltung zahlreicher Atomanlagen geführt haben, seien dramatisch und hätten in einer Katastrophe enden können. "20 Jahre nach Tschernobyl ist es höchst an der Zeit, den Atomausstieg endlich in ganz Europa zu realisieren, Schweden hat ja 1980 per Volksabstimmung einen Atomausstieg beschlossen, aber noch nicht umgesetzt. Die Atomlobby ist dank EU-Gelder europaweit auf Vormarsch und muss endlich gestoppt werden", betont Sima. Die Europäische Union sei einmal mehr gefordert, sich endlich für eine Energiewende einzusetzen. "Die Atomkraftbetreiber haben ihre Kraftwerke nicht in Griff, weder in Temelin, wo es eben den 90. Störfall gab, noch in Mochovce noch in Schweden oder sonst wo. All diese Atomkraftwerke bedeuten eine enorme Gefahr für Mensch und Umwelt und die muss endlich abgestellt werden", fordert Sima. Der Hebel dafür sei EURATOM, die völlig ungerechtfertigte einseitige Förderung der Atomenergie durch EU-Gelder. "Alle Steuerzahler finanzieren die Atomkraft mit, sie wird einseitig subventioniert, ist gefährlich und hinterlässt auch unseren Nachkommen noch strahlende Gefahr durch die Abfälle und die völlig ungelöste Problematik der Endlagerung", so Sima. "Die österreichische Präsidentschaft hat ihre Chance zu einer Trendwende im Energiesektor in Europa nicht genützt", kritisiert Sima und fordert einmal mehr einen Neustart der heimischen Anti-Atom-Politik. (Schluss) vor

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