Matznetter zu Kulterer-Gage: "Die Sache stinkt doch"

Topgage ohne Gegenleistung nur durch Billigung Haiders möglich - was weiß Kulterer von den Affären Haiders?

Wien (SK) - "Kein Unternehmer, der eine falsche Bilanz legt,
bekommt für diesen Zeitraum ein Gehalt ausbezahlt. Bei Bankdirektoren ist das offensichtlich anders. Obwohl Wolfgang Kulterer für 2004 nachweislich eine falsche Bilanz für die Hypo Alpe Adria-Bank gelegt hat, soll er jetzt als Belohnung sogar noch bis Ende 2007 sein Vorstandsgehalt ausbezahlt bekommen. Die Sache stinkt doch ", kritisierte SPÖ-Finanzsprecher Christoph Matznetter. Möglich sei dieses "Traumgehalt ohne Gegenleistung" nur durch die aktive Unterstützung der Eigentümervertreter, insbesondere von Landeshauptmann Haider, so Matznetter. ****

"Es darf in dieser gesamten Diskussion nicht vergessen werden, dass es Haider war, der den Vorstandsvertrag mit Kulterer am 1.1.2006 um weitere fünf Jahre verlängert hat, obwohl Haider zu diesem Zeitpunkt bereits von der Unrichtigkeit der Bilanz wissen hätte müssen", erinnerte Matznetter. Zuerst habe Haider die Fortzahlung des Gehalts bis 2011 akzeptiert, und dann stellt er es als großartige Lösung hin, wenn Kulterer nun eineinhalb Jahre weiter seine Top-Gage bekommt, ohne auch nur einen Finger dafür krümmen zu müssen.

Für diese "grenzenlose" Unterstützung Kulterers durch Haider müsse es handfeste Gründe geben, sodass der Kärntner BZÖ-Chef sogar bereit ist, in Wahlzeiten ohne Wenn und Aber Privilegien eines Bankdirektors zu verteidigen, so Matznetter. Es müssen jetzt alle Geschäfte der Bank, vor allem in Verbindung mit Haider, vollständig aufgeklärt werden, fordert der SPÖ-Politiker. Besonders die Balkangeschäfte der Bank liegen nach wie vor im Dunkeln, da bisher jeder Kontrolle unterblieben ist, schloss Matznetter. (Schluss) ns

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