"Geschichten aus anderen Welten" - Vierteilige Ö1-Sommerreihe zum Hören und Nachlesen

Wien (OTS) - Seine Reisen nach Neuguinea und Inselmelanesien, Ostafrika, Nepal und in die Karibik dokumentierte der Soziologe, Kulturanthropologe, Schriftsteller und Ö1-Redakteur Andreas J. Obrecht für die Ö1-Sommerreihe "Geschichten aus anderen Welten", die ab 5. August an vier Samstagen in Ö1 zu hören ist.

Gute Schuhe, ein schönes Buch, ein Mikrophon und ein Aufnahmegerät waren die spärlichen Utensilien aus der modernen Welt, die Andreas J. Obrecht in die Fremde mitnahm. Auf seinen Reisen spürte er den Geschichten und Klängen entlegener Regionen nach, um die Zwischentöne beredter und geheimnisvoller Welten aufzufangen und auch am magischen Verständnis dieser Kulturen teilzuhaben. Dieses Tagebuch einer Weltreise führt von einem Ort zum anderen, von einer Begegnung, von einer Geschichte zur nächsten. In Ö1 sind diese "Geschichten aus anderen Welten" jeden Samstag im August zu hören. Alle vier Folgen der Sommerreihe erscheinen auch als gleichnamige Ö1-CD (Mitte August) und als Buch (Böhlau Verlag).

Auftakt der "Geschichten aus anderen Welten" macht am Samstag, den 5. August (22.50 Uhr, Ö1) eine Reise nach Papua Neuguinea - von den Quellen des Sepik bis zum Südpazifik. Von Port Moresby, der Hauptstadt Papua Neuguineas, geht es hinauf in das zentrale Hochland, wo Obrecht faszinierenden Kulturen begegnet, die sich in den letzten eintausend Jahren kaum verändert haben. Er erlebt "Stammeskämpfe", Fetischismus und Ahnenrituale. Ein mehrwöchiger Fußmarsch bringt Obrecht zum May-River, den er mit einem Kanu bis zum Sepik driftet, wo er im Dorf Washkuk mit der Urmutter des Clans - einem "Kasuarivogel" - eine Nacht lang tanzt.

Von Sansibar durch die Serengeti bis zum Lake Victoria geht es am 12. August (22.50 Uhr, Ö1). Auf der Insel Sansibar folgt Andreas J. Obrecht den Spuren des einst - durch Sklavenhandel, Elfenbein und Gewürze - so mächtigen omanischen Sultanats. Mit einer Dhau - einer arabischen Segelschaluppe - setzt er zum afrikanischen Festland über. Von Dar es Salaam geht es über die weiten Hochflächen der Serengeti bis zum Lake Victoria, wo Obrecht das Volk der Yego und der Mura besucht. Bis zur kommerziellen Ausbeutung des Nilbarsches am Lake Victoria waren die Yego die "Herren der Fische", die Mura sind bis heute die "Herren der Zebu-Rinder" geblieben.

In der dritten Folge am 19. August (22.05 Uhr, Ö1) geht die Reise nach Nepal - von der Königsstadt Kathmandu bis zum Himalaya, dem Thron der Götter. In Kathmandu begegnet Obrecht einer jahrhundertealten aristokratischen Tradition, die brüchig geworden ist. Aber auch der faszinierenden Mischung aus Hinduismus, Buddhismus und Animismus. Von der Hauptstadt Nepals geht es in den südöstlichen Solu Khumbu, einer armen Bergregion. Dort trifft Obrecht nicht nur auf fünf verschiedene Kulturen - z. B. traditionell lebende Sherpa -sondern auch auf maoistische Rebellen, deren Ziel der endgültige Sturz des Königs ist.

Vom Amazonasgebiet bis zu den West Indies führt die vierte Reise am 26. August (22.35 Uhr, Ö1) nach Suriname und Grenada. Ein Fußmarsch bringt ihn in das Innere des Amazonasgebiets, wo er auf Siedlungen der Nachfahren ehemals entlaufener Sklaven stößt, deren Lebensweise sich seit dem "Rückzug" in die Freiheit nicht wesentlich verändert hat. Auch den Spuren der letzten indigenen Amerindians ("Indianern") folgt Obrecht, die durch Waldschlägerung und Goldsucher immer tiefer in den Regenwald gedrängt werden. Schließlich setzt er auf die Insel Grenada über - mit ihrer revolutionären Vergangenheit, den weißen Stränden und den zahlreichen Rumdestillerien. Hier erlebt Obrecht eine starke, traditionsbewusste "Rasta-Kultur" und auch vielfältige, tief in der Bevölkerung verwurzelte Formen afro-karibischer Heilung und Verhexung.

"Geschichten aus einer anderen Welt" erscheint Mitte August auch als Ö1-CD und ist weiters als Buch (erschienen im Böhlau Verlag) erhältlich. In Ö1 ist die vierteilige Sommerreihe am 5., 12., 19. und 26. August zu hören. Mehr zum Programm von Österreich 1 ist im Internet unter http://oe1.ORF.at abrufbar.(hb)

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