AK Kärnten: Arbeitslosigkeit seit Jahr 2000 um 26 Prozent gestiegen

Klagenfurt (OTS) - Am Kärntner Arbeitsmarkt zeichnet sich aus
Sicht der Arbeiterkammer trotz des leichten Rückgangs der Arbeitslosigkeit im Juli keine Trendumkehr ab. Seit dem Jahr 2000 steigt die Zahl der Beschäftigungslosen in Kärnten beständig an und hat mit 11.440 Personen einen um ein Viertel höheren Wert erreicht als vor sechs Jahren. Eine Entspannung zeichnet sich nicht ab.

Die monatlichen Bestandsaufnahmen des Arbeitsmarktes müssen vor dem Hintergrund der längerfristigen Entwicklung gesehen werden. Und die ist auch in Kärnten keine positive, betont die Arbeiterkammer. Seit dem Jahr 2000 ist zwar die Beschäftigung um 4,5 Prozent gewachsen, die Arbeitslosigkeit im gleichen Zeitraum hingegen um 26 Prozent -und zwar von 9.073 im Juli 2000 auf nunmehr 11.440 Arbeit Suchende.

Stark gestiegen ist seit dem Jahr 2000 auch die Zahl jener Arbeit Suchenden, die sich in Schulungen befinden und deshalb nicht in der offiziellen Arbeitslosenstatistik aufscheinen. Im Juli 2000 befanden sich 941 Personen in Schulungen, im Juli 2006 waren es bereits 2.013, das ist mehr als eine Verdoppelung.

Inklusive Schulungsteilnehmern waren im Juli 2006 in Kärnten 13.453 Personen ohne Arbeit.

Besonders drastisch ist die Lage der über 50-Jährigen. In dieser Altersgruppe wurde in Kärnten im Juli 2006 mit 2.079 Arbeitslosen ein Rekordwert erreicht. Gegenüber 2000 gab es bei den Arbeitslosen über 50 Jahren einen Anstieg um 48 Prozent.

Keine Entwarnung gibt es auch bei den arbeitslosen jungen Menschen unter 25 Jahren. In dieser Altersgruppe waren im abgelaufenen Monat 1.958 Personen offiziell als Arbeit suchend vorgemerkt. Seit Juli 2000 wurde bei der Zahl der arbeitslosen Jugendlichen ein Anstieg um 38,9 Prozent verzeichnet.

Auch die Beschäftigtenzahlen sind zu relativieren, weil Vollzeitarbeitsplätze zunehmend durch Teilzeitarbeitsplätze und geringfügige Beschäftigungen ersetzt werden. Statt Jubelmeldungen fordert die Arbeiterkammer daher die Politik auf, mit einem Maßnahmenpaket dem negativen Trend gegenzusteuern.

Dringend nötig sind mehr Mittel für Bildung sowie für Forschung und Entwicklung. Ein Gebot der Stunde ist die zielgerichtete Ausbildung von Facharbeitern. Denn Kärntens Wirtschaft braucht qualifiziertes Personal", betont AK-Präsident Günther Goach.

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