Broukal zu Quotentourismus an den Med-Unis: Gefahr im Verzug, Gehrer muss rasch handeln

Broukal: Med-Unis Wien und Innsbruck brauchen jetzt schon verbindliche Zusage

Wien (SK) - "58 junge ÖsterreicherInnen, die in Wien Medizin studieren wollen, müssen nach Innsbruck gehen, 55 Deutsche, die in Innsbruck studieren wollen, müssen nach Wien. Was liegt näher, als einen Ausgleich zu schaffen und zumindest 110 Studierenden die Med-Uni ihrer Wahl anzubieten?", fragt SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal. ****

An den Med-Unis beginnen jetzt schon die Aufnahmeverfahren. Ministerin Gehrer muss daher rasch klarstellen, dass der Nationalrat im September die Quotenbestimmungen ändern wird. Sie muss die Med-Unis ersuchen, schon jetzt bei den Anmeldungen die kommende Gesetzeslage vorwegzunehmen. Die SPÖ ist bereit, dieser Änderung zuzustimmen.

Utl.: Pferdefuß "Vereint prüfen, getrennt zulassen"

Die Med-Unis Innsbruck und Wien führen am selben Tag den Schweizer Medizinstudiums-Eignungstest durch. Die Testergebnisse werden für beide Unis gemeinsam ausgewertet. Bei der Ausländerquote gehen die beiden Unis aber getrennte Wege. Es wäre sinnvoll, die Quote (75 Prozent InhaberInnen österreichischer Maturazeugnisse, 20 Prozent BewerberInnen aus EU-Ländern, 5 Prozent aus Drittländern) über beide Unis zu legen: Mehr deutsche Studierende in Innsbruck-was diesen wegen der kürzeren Anfahrt entgegenkommt, dafür mehr österreichische in Wien...

Utl.: Gehrer sieht wieder weg und kümmert sich nicht

"An und für sich sind kleine Probleme, die man rasch lösen kann, ein gefundenes Fressen für jede Ministerin. Sie aufzugreifen und zu lösen bringt Gutpunkte in der Öffentlichkeit. Ministerin Gehrer hat leider die fatale Neigung, stur bei ihren Entscheidungen zu bleiben, auch wenn sich diese als verbesserungsfähig herausstellen." Kein Wunder, dass 53 Prozent der ÖsterreicherInnen im OGM-Politikerradar sagen:
"Von Elisabeth Gehrer habe ich keine gute Meinung." (Schluss) ps/mm

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