AK: EU-Regeln für Gesundheitswerbung müssen rasch kommen(2)

EU-Verordnung auf jeden Fall im nächsten Gesundheitsministerrat verabschieden - Hilfreiche AK Tipps für Eltern

Wien (OTS) - Die AK fordert anlässlich ihres aktuellen Cornflakes-Tests mehr Sicherheit für Konsumenten bei der Kennzeichnung der Produkte. Anstelle der üppigen Werbung wäre eine einfache Nährwertkennzeichnung auf EU-Ebene nötig, vor allem für Zucker, Fett und Salz. Außerdem muss die bereits ausverhandelte EU-Verordnung über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben auf Lebensmitteln unbedingt im nächsten EU-Gesundheitsministerrat verabschiedet werden.

+ EU-Gesundheitswerbung rasch beschließen: Die ausverhandelte EU-Verordnung über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel muss unbedingt im nächsten EU-Gesundheitsministerrat verabschiedet werden. Dann wird Gesundheitswerbung für zu süße, salzige oder fette Produkte gänzlich untersagt sein, oder es dürfen dann Nährwertangaben bei Produkten, die entweder zu süß, zu fett oder zu salzig sind nur in Verbindung mit dem Hinweis "hoher Zuckergehalt", "hoher Salzgehalt" oder "hoher Fettgehalt" gemacht werden.
+ Bessere Informationen: Die große Nährwertkennzeichnung (Kilokalorien, Eiweiß, Fett, gesättigte Fette, Kohlenhydrate, Zucker, Natrium, Ballaststoffe) muss für alle Lebensmittel verpflichtend EU-weit eingeführt werden.
Wenn Nährwertangaben wie "mit Vitaminen" gemacht werden, muss -bereits nach derzeitigem Recht - eine Nährwertkennzeichnung erfolgen, allerdings nur die "Großen Vier" (Kilokalorien, Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate). Hier sollte auch die große Nährwertkennzeichnung gelten.
+ Ampel für Zucker, Fett und Salz: Eine verständliche, einfache Darstellung des Zucker-, Fett- und Salzgehalts zusätzlich zur großen Nährwertkennzeichnung sollte auf EU-Ebene kommen. Vorstellbar wäre eine Ampel, etwa Rot für zu viel Zucker, gelb für moderater Zuckergehalt, grün für zuckerarm - in Großbritannien läuft bereits ein erstes, freiwilliges Projekt.
+ Strengere Kontrollen der nährwert- und gesundheitsbezogenen Werbung.

Tipps der AK Konsumentenschützer für Eltern
+ Vermeintlich gesunde Slogans auf Frühstückscerealien kritisch hinterfragen: "Fettarm" ist eigentlich selbstverständlich und die üblicherweise zugesetzten Vitamine braucht man nicht. Wesentlich sind Zucker- und Salzgehalt, positiv ein hoher Ballaststoffgehalt: Was mehr als 15 Gramm Zucker pro 100 Gramm Produkt enthält, ist zu zuckerreich; was mehr als 0,5 Gramm Salz pro 100 Gramm Produkt enthält, ist zu salzig; je mehr Ballaststoffe drin sind, umso besser.

+ Bevorzugen Sie Vollkorn-Varianten.
+ Frühstückscerealien am besten mit Magermilch oder Joghurt abmachen. + Statt Produkte mit Trockenfrüchten, frische Früchten dazugeben, das spart Kalorien!
+ Nicht täglich, aber hin und wieder als Abwechslung am Frühstückstisch sind die Produkte - auch für Kinder - sicherlich kein Problem. Zu beachten ist dabei aber, dass dann an diesem Tag das "Zuckerkonto" bald voll ist.

Rückfragen & Kontakt:

Doris Strecker
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2677
doris.strecker@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0002