Mikl-Leitner: Gewalt gegen Frauen und Kinder geht uns alle an

Fortbildung im NÖ Gesundheitswesen schafft bessere Versorgung

St. Pölten (NÖI) - Im Zeitraum 2000-2005 wurden über 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der NÖ Landeskliniken sowie Gesundheitseinrichtungen bereits geschult. Ziel ist die effiziente Unterstützung und Versorgung von Frauen und deren Kindern, die sich mit gesundheitlichen Akut- und Langzeitfolgen von Gewalt um Hilfe an Gesundheitseinrichtungen wenden.

"Wir brauchen einerseits Einrichtungen, in denen Frauen und Kinder Beratung und Schutz finden, anderseits ein zu diesem Thema geschultes Krankenhauspersonal, um weitere Übergriffe zu verhindern" erklärt Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner, zuständig für Frauenfragen. In Niederösterreich stehen den Opfern 5 Frauenhäuser, 9 Frauenberatungsstellen und 3 Interventionsstellen zur Verfügung. Diese arbeiten mit dem NÖ Gesundheitswesen eng zusammen, denn gerade Krankenanstalten sind meist die erste Anlaufstelle für Betroffene.

Wie aktuell dieses Thema ist, zeigt die steigende Anfrage nach Schulung und Information seitens der Ärztinnen und Ärzte und des Pflegepersonals, nicht nur aus Niederösterreich. Mittlerweile sind die Schulungsmaßnahmen, die von den NÖ Frauenberatungsstellen in Zusammenarbeit mit dem NÖ Frauenreferat und der NÖ Landesakademie entwickelt wurden, auch über die Landesgrenzen hinaus gefragt. Unter dem Titel "Gewalt gegen Frauen - die Bedeutung des Gesundheitswesens" werden auch die Folgekosten, verursacht durch Behandlungen, Krankenhausaufenthalte, Medikamente, Krankengeld thematisiert. Laut WHO kostet Gewalt an Frauen im reprofähigen Alter in Industriestaaten 1 von 5 Arbeitstagen.

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