Lopatka zu Gusenbauer: Wählertäuschung beenden!

ÖGB-Chefs werden Mandate annehmen

Wien, 3. August (ÖVP-PK) Alfred Gusenbauer erklärte heute im Ö1-Morgenjournal vollmundig: "Spitzengewerkschafter, die ihre Funktion behalten wollen, werden ihr Nationalratsmandat nicht annehmen!" Diese Aussage stehe diametral im Gegensatz zu den Aussagen des künftigen Chefs der Gewerkschaft Bau-Holz, Josef Muchitsch. Dieser habe noch am Sonntag erklärt, dass er beide Funktionen ausüben werde, so ÖVP-Generalsekretär Dr. Reinhold Lopatka. Das einzige, worüber Muchitsch mit sich reden lasse, sei eine Gehaltsreduktion bei seiner ÖGB-Funktion. Der steirische SPÖ-Chef Franz Voves unterstützt die Haltung von Muchitsch. ****

Im Übrigen habe Gusenbauer keinerlei Möglichkeit nach der Wahl einem gewählten Kandidaten sein Mandat streitig zu machen. "Das weiß auch er genau. Der Schmäh der Trennung der siamesischen Zwillinge `ÖGB-SPÖ` ist nicht einmal das Papier wert, auf dem er geschrieben steht", so der ÖVP Generalsekretär.

In der letzten Ausgabe der Zeitung der Chemiegewerkschaft hält die Chemiegewerkschaft fest: "Tatsache ist, dass die anwesenden Gewerkschaftsvertreter der vorgeschlagenen Vorgangsweise keineswegs zugestimmt haben. Dies wurde auch dem Parteivorsitzenden Gusenbauer zur Kenntnis gebracht, leider mit offensichtlich wenig Erfolg. Ein Widerspruch jagt also den anderen - die SPÖ-Verantwortlichen werden dies nach der Nationalratswahl zu verantworten haben."

Gusenbauers gestrige Kritik am ÖGB setze den Streit unter den "siamesischen Zwillingen" (Viktor Adler) fort und werde die Lust
bei den ÖGB`lern, ihr Mandat anzunehmen, erhöhen. "Was bleibt, ist eine bewusste Wählertäuschung durch Alfred Gusenbauer." Diese sollte der SPÖ-Chef schleunigst beenden und einfach zugeben, dass "er mit seiner `Trennungsoperation` gescheitert sei", so Lopatka abschließend.

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