Europay Austria und First Data: aktuelles Statement zur Bankomat-Kassen-Manipulation

Wien (OTS) - Europay Austria und First Data International möchten auf Grund der Berichterstattung im Folgenden Stellung nehmen:

Zweifelsohne handelt es sich bei den festgestellten Bankomat-Kassen-Manipulationen um die Arbeit hochspezialisierter Krimineller. Nach ähnlichen Vorfällen in UK, Deutschland und Italien gibt es Betrugsversuche nun erstmals in dieser Form auch in Österreich in den betroffenen vier Geschäften.

Es ist ein Faktum, dass den Manipulationen Einbrüche vorangegangen sind. Die Attacken richteten sich gegen die Hardware der Bankomat-Kasse. Es wurde keine Manipulation an der Software vorgenommen und das Bankomat-Kassen-System selbst ist in keiner Weise kompromittiert worden. Es gelang den Tätern lediglich, die Kartendaten der Magnetspur und den PIN ausgespäht.

In Abstimmung mit den ermittelnden Kriminalbehörden gaben und geben die Kartengesellschaft Europay Austria und Bankomat-Kassen-Netzbetreiber First Data International bewusst keine weiteren Detailinformation zum Tathergang und den getätigten Malversationen heraus, um polizeiliche Ermittlungen nicht zu gefährden. Zum Schutze der Sicherheit des Zahlungsverkehrssystems werden auch keine Hinweise auf Sicherheitsmerkmale veröffentlicht.

Es ist unverständlich, warum sich Außenstehende an Spekulationen beteiligen, die Ermittlungen behindern, die Aufmerksamkeit auf technische Aspekte lenken. Für die Öffentlichkeit ist der technische Hintergrund nicht hilfreich, darum kümmern sich Spezialisten. Durch Mutmaßungen werden Konsumenten unnötig verunsichert.

Die Darstellungen der ARGE Daten vom 2. August beruhen nicht auf unseren Informationen, sie sind hypothetisch und inhaltlich falsch.

Die für Karteninhaber wesentliche Frage der Haftung ist klar geregelt. Etwaige missbräuchliche Transaktionen werden wie mehrfach erklärt ersetzt, diesbezügliche Maßnahmen sind bereits angelaufen. Dazu gehören auch Sperrgebühr, die Gebühr für die neue Karte sowie Kosten wie etwa für den Ersatz der Bargeldbeschaffung im Ausland.

Es ist allen Beteiligten ebenso wie den österreichischen Geldinstituten bewusst, dass der Vorfall Unannehmlichkeiten bedeutet. Gemeinsam sind wir bemüht, diese für den Bankkunden so gering wie möglich zu halten. Die Kartensperre ist ausschließlich zum Schutz und im Interesse der Karteninhaber erfolgt. Rund um die Uhr laufen Aktivitäten und Überprüfungen, um derartige Attacken in Zukunft auszuschließen

Europay Austria sieht keinen Einfluss auf zukünftige Haftungsfragen. In Österreich basieren Transaktionen bereits seit Mitte der 1990er-Jahre auf der hochsicheren Chiptechnologie, die derzeit in ganz Europa in Einführung begriffen ist. Damit hat Österreich als eines der ersten Länder weltweit in die Zukunft der Sicherheit des bargeldlosen Zahlungsverkehrs investiert.
Das ist auch der Grund warum die Betrugsbanden die duplizierten Karten nicht in Österreich einsetzen.

Verbrechensbekämpfung ist in unserer Zeit an der Tagesordnung - es wird immer wieder Versuche der Attacke geben. Europay Austria und First Data International stellen sich seit Jahren erfolgreich der Aufgabe, den bargeldlosen Zahlungsverkehr immer wieder aufs Neue gegen die Entwicklungen der organisierten Kriminalität zu immunisieren.

Von allen Beteiligten wird mit großer Verantwortung und mit Hochdruck an Sicherheitsmaßnahmen und der Aufklärung der Fälle gearbeitet. Wir wollen nochmals festhalten, dass durch diese Vorfälle keine Karteninhaber zu Schaden kommen.

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