Giftmüll: Sima ordnet Räumung des Betriebsgeländes an

MA 22 seit Monaten aktiv, Kosten muss der Liegenschaftseigentümer tragen!

Wien (OTS) - Auf Anordnung von Umweltstadträtin Ulli Sima wurde heute morgen mit der behördlichen Räumung des Giftmülls auf dem Betriebsgeländes der Abfallbehandlungsfirma ÖSTAB in der Grillgasse in Simmering begonnen. "Da seit kurzem ganz Wien weiß, dass auf dem Firmengelände der in Konkurs befindlichen Firma teilweise gefährliche Giftstoffe gelagert sind, herrscht nun Gefahr in Verzug und daher wird das Gelände geräumt", teilt Sima mit. Die gefährlichen Stoffe sind zum Großteil hinter zahlreichen Fässern mit anderen Substanzen verbarrikadiert und schwer zugänglich.

Die MA 22 hat die Wiener Feuerwehr mit dem Abtransport beauftragt, die Substanzen werden ordnungsgemäß entsorgt. Die Räumung der Anlage erfolgt stufenweise: bei der heutigen Räumung werden zunächst sämtliche Fässer, die Natriumcyanid enthalten, und weitere Behälter mit gefährlichen Stoffen abtransportiert, auch jene, die aus transportlogistischen Gründen entfernt werden müssen. Der Abtransport aller Abfälle wird nach Schätzung der ExpertInnen einige Wochen in Anspruch nehmen.

Seit Bekannt werden der Lagerstätte ist rund um die Uhr Wachpersonal vor Ort, es wird bis zur Beendigung der Räumung tätig sein. "Klar ist, dass der Liegenschaftseigentümer für die Entsorgungskosten aufkommen muss, nicht die Steuerzahler", betont Sima. Der Liegenschaftseigentümer wurde von der Stadt Wien bereits mehrmals aufgefordert die Anlage ordnungsgemäß aufzulassen und alle Abfälle zu entfernen.

Die ehemalige Abfallbehandlungsanlage wird seit September 2005 -ab dem ersten Tag des Bekannt werden des Konkurses der ÖSTAB von der Wiener Umweltschutzabteilung mit Unterstützung von Sachverständigen regelmäßig kontrolliert und auf etwaige Gefahr in Verzug geprüft. Bisher gab es keinen Anlass zur sofortigen Räumung, da sich alle gefährlichen Abfälle, insbesondere Natriumcyanid, in dicht verschlossenen Fässern in der Lagerhalle befinden. Die Lagerhalle selbst ist verschlossen, das gesamte Betriebsgelände seit Monaten abgesperrt. Im Mai wurde auf Anordnung der MA 22 ausgetretenes Öl abgepumpt und ordnungsgemäß entsorgt und die Fässer sachgemäß gelagert. "Bis zum Bekannt werden der Lagerstätte herrschte durch die bislang von der Behörde gesetzten Maßnahmen keine Gefahr für Mensch und Umwelt, nun musste aber rasch gehandelt werden", betonte Sima abschließend. (Schluss) vor

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