AK Analyse Reisebeschwerden: Zoff im Urlaub? (1)

Schlechte oder fehlende Hotelleistungen verpatzten vielen Urlaubern die Freude - Beförderung und Storno standen ebenfalls auf der Mängelliste ganz oben

Wien (OTS) - Die einen haben’s noch vor sich, die anderen schon hinter sich: die schönste Zeit des Jahres. Doch für viele war es keine schöne Zeit, wie eine erste aktuelle AK Auswertung von knapp 140 Urlaubsbeschwerden zeigt: Den meisten Ärger gab’s - wie schon im Vorjahr - mit den Unterkünften: 43 Prozent beklagten schmutzige, abgewohnte Zimmer, Lärm oder schlimme Ersatzquartiere. Jeden vierten Konsumenten ärgerten Flugverschiebungen, -verspätungen oder gestrichene Flüge. Jede zehnte Beschwerde betraf Reisestornos.

Die AK hat die ersten Urlaubsanfragen und -beschwerden von 138 Konsumenten, die frisch vom Urlaub heimgekommen sind, analysiert. Die Verbraucher ließen sich von Mitte Juni bis Mitte Juli beim Verein für Konsumenteninformation (VKI) beraten. Bei der AK sind im heurigen ersten Halbjahr 590 Beschwerden und Anfragen eingelangt, um 101 weniger als im Vorjahr. Die Gründe liegen in den abnehmenden Anfragen zu Naturkatastrophen und Terroranschlägen, die heuer kein Thema waren.

Die AK Analyse zeigt: Nach wie vor beklagten sich die meisten Urlauber (rund 43 Prozent oder 65 - 2005: 48 Prozent) über die mangelhafte Unterbringung - die Liste ist lang: falsche Katalogangaben und nicht eingehaltene Vertragszusagen wie zugesagte Klimaanlagen oder direkter Blick auf’s Meer gab es nicht. Oft waren die Zimmer schmutzig, abgewohnt, schimmelig und feucht, manchmal gab’s sogar Wanzen und Kakerlaken. Lärm von Baustellen im oder beim Hotel oder ein Zimmer über der Wäscherei vermiesten ebenfalls Urlaubern die Ferien. Auch der Strand am Meer war nicht wie versprochen: z.B. der Badesteg am hoteleigenen Strand zum Meer war gesperrt. Wegen Überbuchungen war fast jeder Zehnte sauer:
Ersatzquartiere boten nicht den vereinbarten Standard, oder das Ersatzquartier war sogar in einem anderen Urlaubsort oder auf einer anderen Insel.

Probleme mit dem Flug hatten heuer mehr Verbraucher als noch im Vorjahr (2005: 23 Prozent): 27 Prozent (41) wurmten Flugverschiebungen, völlige Streichungen von Flügen, was oft dazu führte, dass die Urlauber ihre Anschlussflüge verpassten. Es gab Zwischenstopps oder Rückflüge wurden um mehrere Tage verlegt. Oft traf das Fluggepäck erst Tage später am Urlaubsort ein oder es wurde beschädigt abgeliefert.

Jede zehnte Beschwerde (10 Prozent oder 16) betraf die Stornierung von Reisen. Verbraucher informierten sich vor allem über die erlaubte Höhe konkreter Stornogebühren.

Mit nachträglichen Preiserhöhungen und Problemen, etwa dass Gutscheine zur Abgeltung von Mängeln auf der Reise nicht akzeptiert werden müssen, kämpften 13 Prozent.

Am häufigsten betroffen waren die Reiseländer Türkei, Griechenland und Spanien. Die meisten Beschwerden betraf Neckermann/Thomas Cook, GTT und Delphin Touristik/Nazar/First Choice. (Forts.)

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