Rekordsommer auch bei den Reisebeschwerden

Reisemängel an der Tagesordnung

Wien (AKNÖ) - "Die Zahl der Reisebeschwerden bis Juli zeigen es deutlich: Wir steuern in Niederösterreich, was verpatzte Reisen angeht, auf einen Rekordsommer zu", erklärt Dr. Eva Schreiber, Leiterin der Konsumentenschutzabteilung der Niederösterreichischen Arbeiterkammer. Knapp 600 Personen wurden bisher durch die KonsumentenschützerInnen der AKNÖ beraten und die Hauptreisezeit ist noch lange nicht vorüber.

"Bei der Hälfte der Beschwerden handelt es sich um Probleme am Urlaubsort", so Schreiber. Das ist darauf zurück zu führen, dass es viele Reiseveranstalter in den Reiseprospekten mit den Gegebenheiten vor Ort nicht so genau zu nehmen. Die Veranstalter versprechen oft das Blaue vom Himmel, am Urlaubsort angekommen tritt dann die große Ernüchterung ein. Fehlende Freizeiteinrichtungen, nicht vorhandene Kinderbetreuung, Lärmbelästigung durch Baustellen oder schmutzige Zimmer stehen leider auf der Tagesordnung.
Bei etwa jedem dritten Beschwerdefall geht es um Probleme mit der Stornierung der gebuchten Reise, und damit auch meist um Versicherungsfragen.

Problemkind: Maturareisen

Erstmals gab es vermehrt Anfragen zu Maturareisen. Das ließ in Niederösterreich die Zahlen gegenüber dem Vorjahr ansteigen. Manche Reiseveranstalter wittern bei den Maturanten offenbar das große Geld sowie unkritische KonsumentInnen. Dass die Jugendlichen jedoch keinesfalls so unkritisch sind, wie es ihnen gerne unterstellt wird, zeigen die Anfragen in der AKNÖ-Konsumentenschutzabteilung. Gängige Praxis: Den frisch gebackenen Maturanten wird zugemutet, in winzigen Zimmern zusammengepfercht oder gar in einem anderen Hotel als gebucht untergebracht zu werden. Und das wiegt bei einer Maturareise doppelt schwer. Will man doch gemeinsam mit den Schulkollegen den erfolgreichen Maturaabschluss feiern und nach der intensiven Lernerei die Freizeit genießen. Diese Erfahrungen weisen darauf hin, dass mitunter versucht wird, bei möglichst geringem Aufwand möglichst großen Reibach zu machen. Auch Probleme bei der Stornierung von Maturareisen kommen immer wieder vor.

Aktiv werden und Mängel dokumentieren

Die Konsumentenschützer der Niederösterreichischen Arbeiterkammer raten jedenfalls gleich vor Ort aktiv zu werden und eine Behebung der Mängel zu verlangen. Sollte dies nicht zum erwünschten Effekt führen, so ist von der Reise- oder Hotelleitung eine schriftliche Bestätigung zu verlagen. Dokumentation mit Fotos bzw. Filmaufnahmen sowie Zeugen sind für die Durchsetzung von Ansprüchen sehr hilfreich", so Schreiber abschließend.

Rückfragehinweis: AKNÖ-Konsumentenberatung, Dr. Eva Schreiber, 01 5883-1323.

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