GLOBAL 2000-Forderung erfüllt: MA 22 beginnt überfällige Räumung des Giftmüll-Lagers im Wiener Wohngebiet

Viele Fragen noch unbeantwortet - Boden und Grundwasser müssen untersucht werden

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 hält die jetzt angelaufene Räumung des illegalen Giftmüllagers in der Grillgasse 51 in Simmering für den "einzig richtige Schritt zur Lösung des Problems." GLOBAL 2000 hatte in der vergangenen Woche mit einer Probenziehung nachgewiesen, dass hier - mitten im Wohngebiet -Fässer mit lebensgefährlichem Cyanid lagern, und hat die Öffentlichkeit informiert. Jetzt ist die MA 22 entgegen erster anderslautender Aussagen aktiv geworden und hat heute morgen mit der Räumung der Chemikalien-"Zeitbombe" begonnen.

"Mit der sofortigen Räumung erfüllt die MA 22 unsere wichtigste Forderung. Denn nur so kann die unmittelbare Gefahr der benachbarten Wohngebiete gebannt werden. Aber auch nachdem die Giftfässer entfernt sein werden bleiben zahlreiche Fragen offen", kommentiert Helmut Burtscher, GLOBAL 2000-Chemiker die jetzige Situation.

Die Frage der Verantwortlichkeit muss geklärt werden. "Es ist nicht nicht einzusehen, dass die SteuerzahlerInnen für die millionenschweren Kosten der Sanierung aufkommen müssen, während sich andere direkt oder indirekt durch Gefährdung der Umwelt möglicherweise eine goldene Nase verdient haben oder immer noch verdienen", so Burtscher. Um diese Frage zu klären, hat GLOBAL 2000 die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, die die Verantwortlichkeit des ehemaligen Giftmüllentsorgers ÖSTAB bzw. des Liegenschaftseigentümers zu klären hat.

Es müssen die Umstände geklärt werden, wie es passieren konnte, dass mitten in einem Wohngebiet lecke und verrostete Fässer herumstehen, in denen sich teilweise hochgiftige Chemikalien befinden. Die Frage steht im Raum, wie lange dieser Zustand noch angedauert hätte, wäre GLOBAL 2000 nicht an die Öffentlichkeit gegangen.

Umgehend muss geprüft werden, welche Umweltschäden durch die unsachgemäße und fahrlässige Lagerung der Chemikalien bereits entstanden sind. "Dafür müssen Bodenproben genommen werden und das Grundwasser in diesem Bereich auf mögliche Kontamination untersucht werden. Darüber hinaus muss geprüft werden, ob die ÖSTAB noch weitere solche Lager betrieben hat", fordert GLOBAL 2000-Pressesprecher Andreas Baur abschließend.

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