GMTN-Foglar: Arbeitszeitdiskussion dreht sich im Kreis

Gewerkschaften diskussionsbereit, aber wachsam

Wien (GMTN/ÖGB) - "Vorrang vor jeder gesetzlichen Änderung bei den Arbeitszeiten haben für uns ganz klar kollektivvertragliche Regelungen und Mitbestimmung durch BetriebsrätInnen und Gewerkschaften", erwidert Erich Foglar, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN), auf die heutigen Aussagen von Wirtschaftskammerpräsident Leitl. "Die Gewerkschaften haben in vielen Bereichen kreative Modelle entwickelt, die die Betriebe aber in hohem Ausmaß überhaupt nicht nutzen." ++++

Die Arbeitszeiten müssten auf die Erfordernisse der Branchen und der Betriebe abgestimmt sein, so Foglar. "Maßgeschneiderte und innovative Arbeitszeitmodelle sind ja weitaus intelligenter und flexibler, als die von Leitl erwähnte ‚gelebte Praxis’ der Formel 10-12-60 einfach per Gesetz über alle Branchen hinweg zu verordnen."

GMTN und GPA haben im Rahmen der letzten KV-Runde in der Elektro-und Elektronikindustrie im Mai 2006 Pilotprojekte vereinbart, dabei werden unter anderem auch verschiedene Arbeitszeitmodelle erprobt. Auch in vielen anderen Bereichen gibt es faire Modelle mit Vorteilen für alle - Unternehmen, Beschäftigte und Wirtschaftsstandort insgesamt. Beweis sind die vielen Vereinbarungen in den Branchen der GMTN, von Coca Cola über die Voestalpine bis BMW. "Wichtig dabei ist uns nicht nur der Gegenverkehr - also Vorteile für alle Beteiligten", sagt Foglar, "auch die Mitbestimmung durch BetriebsrätInnen und Gewerkschaften muss bei der Gestaltung der Arbeitszeiten gewährleistet sein. Das geht nur auf kollektivvertraglicher Ebene."

ÖGB, 1. August
2006
Nr. 518

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