Strache: Die Eurofighter-Blase ist endgültig geplatzt

Nach Spiegel-Report fordert FPÖ neuerlich Ausstieg aus sündteurem Eurofighter-Vertrag

Wien (OTS) - "Der Eurofighter ist nichts weiter als eine teure Fehlplanung, die durch den Druck der Rüstungslobby zustandekam", erklärte heute FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache. Die nun durch den deutschen "Spiegel" aufgedeckten Vorgänge hätten die Meinung der FPÖ zu dem Eurofighter-Desaster einmal mehr bestätigt. "Laut dem Spiegel ist der Eurofighter als Kampfflugzeug für einen Kriegseinsatz gegen den Warschauer Pakt in den achziger Jahren konzipiert worden, nach der Implosion der Sowjetunion wurde das Projekt trotzdem kaltschnäuzig gegen den Widerstand sämtlicher Politiker durchgedrückt", so Strache weiter.

Bedauerlich sei nun für die Österreicher, daß auch die schwarz-orange Bundesregierung der internationalen Rüstungslobby auf den Leim gegangen sei. Alleine die Kosten pro Flugzeug seien von 1983 bis 2006 von 50 auf 85 Millionen Euro gestiegen. Der Eurofighter, damals noch als "Jäger 90" bezeichnet, sei schon 1983 von Experten als "exotische, teure Lösung" bezeichnet worden, die Bedenken seien aber durch die Waffenlobby unterdrückt worden. "Die Eurofighter sind im Grunde sündteure Kampfflugzeuge einer vergangenen Ära, die niemand hier braucht", so der FPÖ-Obmann.

Für ihn seien die jetzigen Erkenntnisse des "Spiegel" ohnehin nur die Spitze des Eisbergs bei dem ganzen Skandal, erklärte Strache weiter. "Absurde Vertragsausstiegskosten, Gewährleistungsfrist von nur einem Jahr, dubiose Gegengeschäfte - und nun das, daß schlägt dem Faß wirklich den Boden aus", ärgerte sich Strache. Der Dilettantismus von Schüssel, Platter und Co. sei in der Eurofighter-Frage kaum noch zu überbieten. "Und dann druckt der Herr Verteidigungsminister noch eine Million Eurofighter-Broschüren und schmeißt sie dann in den Reißwolf", so Strache. Ginge es dabei nicht um den österreichischen Steuerzahler, wäre das ganze wohl ein Fall für das Kabarett.

Rückfragen & Kontakt:

Büro HC Strache
Karl Heinz Grünsteidl, Bundespressereferent
+43-664-4401629, karl-heinz.gruensteidl@fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFP0002