AK: Kulterer-Wechsel widerspricht Corporate Governance Kodex

Wien (OTS) - Klare gesetzliche Regeln für Unternehmensleitung und -kontrolle in Österreich statt eines freiwilligen, letztlich unverbindlichen Corporate Governance Kodex fordert die AK von der Regierung. Aktueller Beleg: Der Wechsel des Vorstandsvorsitzenden der Hypo-Alpe-Adria-Bank, Kulterer, der unmittelbar den Vorsitz im Aufsichtsrat der Bank übernehmen soll. Diese Vorgangsweise widerspricht klar Regel 55 des Kodex. Dort heißt es: Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist nicht der ehemalige Vorstandsvorsitzende, es sei denn, es liegt ein Zeitraum von zwei Jahren zwischen der Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender und dem Beginn der Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender. "Dieser freiwillige Kodex richtet sich zwar in erster Linie an börsenotierte Unternehmen", sagt Helmut Gahleitner, Gesellschaftsrechtsexperte der AK, "aber zum einen plant die Hypo-Alpe-Adria-Bank ja den Börsegang und zum anderen hätte auch für eine börsenotierte Hypo-Alpe-Adria die Nichteinhaltung des Kodex keinerlei Konsequenzen." Die AK fordert daher, dass der Corporate Governance Kodex für alle großen Kapitalgesellschaften, Banken und Versicherungen gelten soll und, dass wichtige Einzelbestimmungen, wie etwa die Einzelveröffentlichung von Vorstandsbezügen oder jene Bestimmung, dass ehemalige Vorstandsvorsitzende nicht unmittelbar die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden einnehmen dürfen, gesetzlich verankert werden.

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