Muttonen: Kunst braucht einen vollwertigen Sitz und eine Stimme im Ministerrat

SPÖ für gezielte Frauenförderung und Gender Mainstreaming im Kunst- und Kulturbereich

Wien (SK) - "Frauen wird in der österreichischen Kunst- und Kulturszene noch immer nicht der Platz eingeräumt, der ihnen zusteht", kritisierte Christine Muttonen am Dienstag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit SPÖ-Bundesfrauenvorsitzender Barbara Prammer die Lebens- und Berufschancen für Frauen im Bereich Kunst und Kultur durch die Kulturpolitik der Regierung. Eine SPÖ mit Regierungsverantwortung werde wieder für eine Kulturpolitik sorgen, die einer "Kulturnation entspricht" und "Frauenkunst sichtbar macht", erklärte die Kultursprecherin der SPÖ. Dazu gehöre "ein vollwertiger Sitz und eine Stimme im Ministerrat - idealerweise in Form einer Kulturministerin" für den Kulturbereich sowie das forcieren einer Gleichstellungspolitik, gezielte Frauenförderung und Gender Mainstreaming. "Ich stehe zur positiven Diskriminierung, solange gesellschaftliche Ungleichheit besteht", machte die Politikerin klar. ****

Die Finanzierung von Kunst und Kultur sei ebenso wichtig wie die anderer Infrastrukturen. Geschlechtersensible Budgetanalysen sollen sicher stellen, dass Finanzierungen von Frauen und Männern gleichermaßen genützt werden können. Vor allem eine Analyse der Vergabekriterien auf versteckte Diskriminierungen sei nötig, so Muttonen, die für eine besondere Unterstützung von Projekten, die zum Aufbruch der starren Geschlechterrollen- und Bilder beitragen, eintritt. Weiters forderte Muttonen die Wiedereinführung des von Ministerin Prammer im Jahr 1999 geschaffenen "Frauen-Kunst-Preises" (von eine Million Schilling), der 2000 unter der Regierung Schüssel abgeschafft wurde. Priorität habe auch die Verbesserung der sozialen Lage von Künstlerinnen und Künstlern durch eine Reform der Künstlersozialversicherung.

Barbara Prammer erklärte die Notwendigkeit, nach den Rückschritten durch die Regierung "wieder Schritte nach vorne zum machen". "Es ist nicht akzeptabel, dass in den letzten Jahren so viele Rückschritte passiert sind". Deshalb sei es nötig, dass das "Kunst- und Kulturbudget dementsprechend ist", aber auch bei den Entscheidungen Frauen entsprechend berücksichtigt werden. Eine Sozialdemokratische Regierungsbeteiligung werde für eine echte Frauenministerin sorgen, die ein Nominierungsrecht eines fixen Sitzes in den entsprechenden Beiräten und Jurys hat, um zu gewährleisten, dass jemand Sorge trägt "den Finger in die Wunde zu legen" . (Schluss) da

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