Kindesmißbrauch: Partik-Pable: Schon Abschaffung der Anzeigenpflicht unter Großen Koalition war großer Fehler"

Wien (OTS) - "Schon die Abschaffung der Anzeigenpflicht unter der Großen Koalition war ein großer Fehler. Das habe ich damals schon kritisiert. Die Begründung, man würde durch eine generelle Anzeigenpflicht bewirken, daß Familien auseinander gerissen werden, wenn der Täter zur Verantwortung gezogen wird bzw. das Familienklima stören, ist absurd, denn, wenn in einer Familie Kinder mißhandelt werden, dann kann man sich vorstellen, welches Klima in einer solchen Familie herrscht", stellte heute die Justizsprecherin des Freiheitlichen Parlamentsklub-BZÖ Abg. Dr. Helene Partik-Pable zur Diskussion um einen Ausbau der Anzeigenpflicht im Falle des Verdachts von Kindesmißbrauch fest.

Jedenfalls könne ganz einfach jemand, der sein eigenes oder fremdes Kind in irgendeiner Weise - sei es durch Gewalt oder sexuell -mißhandle nicht geschützt werden. Wenn Fachleute meinen, es wäre unter Umständen auch mit Fehlanzeigen zu rechnen, so liege es eben an den untersuchenden Behörden, so fort zugehen, daß nicht ungerechtfertigte Verdachtslagen in die Untersuchung miteinbezogen werden, betonte Partik-Pable.

Der Behandlung von Menschen, die Kinder mißhandeln, müsse auf alle Fälle auch nach einer allenfalls erfolgten Strafverbüßung ein großes Augenmerk zugewendet werden. "Es darf nicht so sein, daß nach Verbüßung einer verhängten Strafe so getan wird, als ob von diesem Menschen keine Gefahr mehr ausgeht. Eine psychologische Behandlung sollte auf alle Fälle mit einem Urteilspruch verbunden sein", schloß Partik-Pable.

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