Triste Stimmung am heimischen Arbeitsmarkt

Wiener Neudorf, Linz (OTS) - Die Österreicher zeigen sich hinsichtlich Arbeitsmarktlage wenig zufrieden. Die Schuld an der Jobmisere wird vorrangig "profitgierigen" Unternehmen zugespielt. Dies ergab eine Online-Umfrage des Karriereportals www.karriere.at sowie Marketagent.com. Kleiner Trost: Auch international wird die Arbeitsmarktlage nicht besser eingeschätzt.

Lage am Arbeitsmarkt wenig erfreulich

Während knapp 29 Prozent der 582 befragten Teilnehmer die Arbeitsmarktsituation in Österreich als gut bzw. sehr gut einschätzen, beurteilen mehr als 46 Prozent diese als schlecht bzw. sehr schlecht. Speziell die weibliche Bevölkerungsgruppe sieht nur wenig Gutes an der derzeitigen Situation. Unzufriedener ist nur noch die Altersgruppe der über 40ig-Jährigen. Hier schätzt bereits mehr als die Hälfte (50,3 Prozent) die aktuelle Lage als schlecht oder sehr schlecht ein.

Internationaler Vergleich: Im Ausland ist es noch schlechter

Der Vergleich mit anderen Ländern bringt ebenfalls interessante Ergebnisse. Der Aussage nämlich, dass es in anderen Ländern leichter ist einen Arbeitsplatz zu bekommen, stimmen nur knapp 13 Prozent zu, mehr als 45 Prozent lehnen diese Aussage entschieden ab. Ein weiterer großer Anteil (41 Prozent) sieht hingegen keinen Unterschied zur Arbeitsmarktsituation in anderen Ländern.

Nur Jeder 4. glaubt an Verbesserung

Auf die Frage hin, ob und wie sich die Situation am Arbeitsmarkt in den kommenden 12 Monaten entwickeln wird, antworteten lediglich knapp 26 Prozent, dass sich der Arbeitsmarkt verbessern wird, rund 42 Prozent glauben an einen Status Quo und 32% erwarten sogar eine weitere Verschlechterung.

Die Zahl jener Menschen, die lange keine Beschäftigung haben, wird demnach weiter steigen, existenzsichernde Arbeitsplätze werden weniger, die Einkommen sinken und der Druck am Arbeitsmarkt wird weiter steigen. Besonders von dieser Entwicklung betroffen sind Frauen, was sich auch aus deren Einschätzung ableiten lässt, so Oliver Sonnleithner von karriere.at. Während noch rund 35 Prozent der männlichen Bevölkerung eine positive Einschätzung über die Zukunft abgeben, so sind es bei den weiblichen Teilnehmern weniger als 17 Prozent die dem Österreichischen Arbeitsmarkt eine Verbesserung zutrauen.

Profitgierige Unternehmen schuld an Jobmisere

Weiters wurde untersucht, worin die Österreicher die Hauptursachen für die derzeitige hohe Arbeitslosigkeit und damit angespannte Situation am österreichischen Arbeitsmarkt sehen. Knapp 2/3 der befragten Teilnehmer geben den Unternehmen die Schuld, für die Gewinne wichtiger sind als Arbeitsplätze. Dahinter auf Platz zwei der Ursachen sind die Folgen der Globalisierung, also der Abwanderung von Betrieben ins Ausland, meist Billig-Ländern. Die Politik rangiert mit knapp 31 Prozent im mittleren Feld. Ausländer, die inländischen Arbeitnehmern den Arbeitsplatz wegnehmen, sind für immerhin noch fast 15 Prozent der Österreicher Grund für die schlechte Arbeitsmarktsituation, resümiert Thomas Schwabl, vom Online Marktforschungsinstitut Marketagent.com.

Für Journalisten steht unter http://www.karriere.at/presse eine Pressemappe bereit.

Anhänge zu dieser Meldung finden Sie als Verknüpfung im AOM/Original Text Service sowie beim Aufruf der Meldung im Volltext auf http://www.ots.at

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Oliver Sonnleithner
karriere.at Informationsdienstleistung GmbH
Tel: +43 (732) 908200-11
E-Mail: oliver.sonnleithner@karriere.at
Web: http://www.karriere.at

Mag. Thomas Schwabl
Marketagent.com online reSEARCH GmbH
t.schwabl@marketagtent.com
tel.: +43 (0) 2236 - 205 886 - 0

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MKA0001