Schaunig: "Verlange von Grasser Schadenersatz für Kärnten"

Grasser war im Jahr 2002 oberster Bankaufseher, war über schwerwiegende Mängel im Kontrollsystem der Hypo-Alpe-Adria Bank Kärnten informiert und hat nicht reagiert.

Klagenfurt (SP-KTN) - "Die Alarmglocken hätten bei Finanzminister Grasser bereits vor vier Jahren läuten müssen, er hat aber, aus unerklärbaren Gründen, geschwiegen", ärgerte sich heute SP-Vorsitzende Gaby Schaunig.

Laut einem Bericht im Magazin "Format" warnten die Prüfer der Österreichischen Nationalbankschon 2002 vor Mängel im Limitsystem. Das Fehlen so genannter Sensitivitätslimits, die das Gesamtrisiko reduzieren und die Bank vor überraschenden Millionenverlusten bewahren hätte sollen, wurde kritisiert.

"Bereits im Feber 2002 wurde der Finanzminister offenbar in einem Prüfbericht über Mängel des Kärntner Kreditinstitutes informiert. Anstatt schleunigst die Notbremse in Form von Sicherungssystemen zu ziehen, hat er gar nicht reagiert", so Schaunig.

"Hätte der Finanzminister ordnungsgemäß reagiert, wäre dem Land Kärnten und der Kärntner Bevölkerung der Schaden aus den Verlustgeschäften erspart geblieben. Dann bräuchten wir heute keine ausländischen Investoren, die Anteile an der Kärntner Landesbank erwerben", so Schaunig. "Ich fordere Haider als Aufsichtsbehörde auf, umgehend Ersatzansprüche gegen die Republik, in der Person des Finanzministers, geltend zu machen."

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