Medizin: Studierende müssen zwei Jahre warten

ÖH fordert rasche Lösung - Ministerium untätig

Wien (OTS) - Immer dramatischer stellt sich die Situation für Medizin-Studierende dar, kritisiert die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH). ÖH-Vorsitzende Barbara Blaha: "Nach unseren Informationen droht hunderten Studierenden eine zweijährige Unterbrechung ihres Studiums". So stellt die Medizin-Uni Wien im zweiten Abschnitt, nach Ablegung der SIP 1, 520 Studienplätze zur Verfügung, von denen 260 an die bereits jetzt auf der Warteliste stehenden Studierenden vergeben werden. "Bereits jetzt befinden sich aber schon 224 Studierende auf dieser Warteliste. Das bedeutet, dass fast alle AbsolventInnen der nächsten SIP im Herbst zwei Jahre warten müssen, bis sie ihr Studium weiterführen können".

Als "erschreckend" bezeichnet ÖH-Vorsitzende Lina Spielbauer die Untätigkeit des Ministeriums. "Es scheint, als ob Ministerin Gehrer das verpfuschte Studium der Medizin-Studierenden völlig egal ist". Die ÖH fordert schon im Sinne der Lebensplanung der Studierenden eine rasche Lösung. Darüber hinaus müssen rasch die entsprechenden beihilfenrechtlichen Folgen geklärt werden. "Es kann nicht sein, dass Menschen etwa die Studienbeihilfe verlieren, bloß weil Universität und Ministerium offenbar nicht in der Lage sind, einen halbwegs annehmbaren Studienbetrieb herzustellen".

Mit der Klage gegen die Medizin-Universität Graz und die Republik Österreich kämpft die ÖH-Bundesvertretung juristisch gegen Zwangspausen im Studium. Die ÖH geht davon aus, dass diese Klage Erfolg haben wird, und entweder die Universitäten oder die Republik für den entstandenen Schaden aufkommen werden müssen. "Das wird teuer", so die ÖH-Vorsitzenden, "auch für das Ministerium wäre es besser, jetzt alles zu versuchen, um die eklatante Unterfinanzierung der Medizin-Unis abzustellen, anstatt Schadenersatz an Studierende zahlen zu müssen".

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