Lebensministerium setzt beim Hochwasserschutz Taten statt Worte

Spatenstich für naturnahe Umgestaltung der Lafnitz

Wien (OTS) - Nach der Devise "Taten statt Worte" setzen heute, Montag, Wilfried Schimon, Leiter der Wassersektion im Lebensministerium, und Landesrat Nikolaus Berlakovich im Lafnitztal bei Rudersdorf den Spatenstich für eine naturnahe Umgestaltung der Lafnitz. "Mit diesem LIFE-Projekt kann an der Lafnitz ein zukunftweisender Hochwasserschutz umgesetzt werden. Wesentliche Säulen dabei sind der Schutz der Menschen in diesem Flussraum und Sicherung der Lebensräume an der Lafnitz", so Sektionsleiter Wilfried Schimon.

Im Unteren Lafnitztal, im Bereich zwischen Rudersdorf und Heiligenkreuz, stellt die Fritzmühle die größte Unterbrechung in der Durchgängigkeit des Gewässers dar. Die Stauhöhe beträgt derzeit rund 3,5 Meter. Im Zuge des LIFE-Projektes erfolgte die vollständige Ablöse des Wasserechtes der Fritzmühle, wodurch auch Planungsfreiheit für weitere umfassende Maßnahmen ermöglicht wurde. Die naturnahe Umlegung der Lafnitz in diesem Bereich ist auf einer Länge von etwa 500 Metern vorgesehen.

Die Lage des "neuen" Gerinnes der Lafnitz wird weitgehend der historischen Gerinnelage der Lafnitz in diesem Bereich angenähert und bringt neben ökologischen auch maßgebliche Verbesserungen hinsichtlich des Hochwasserschutzes und des Sedimenttransportes der Lafnitz mit sich. Durch die Errichtung des "neuen" Gerinnes der Lafnitz ist es möglich, einen Teil der Fließstrecke bei der Fritzmühle als Altarm zu gestalten.

3,55 Milliarden Euro für Hochwasserschutz bis 2016

Die Bevölkerung vor den Gefahren des Hochwassers bestmöglich zu schützen, hat in allen EU-Ländern höchste Priorität. Österreich hat die Mittel für den Hochwasserschutz heuer enorm aufgestockt. Bis 2016 stehen insgesamt 3,55 Milliarden Euro für den Schutz der Menschen vor Naturkatastrophen zur Verfügung. Mit diesen Mitteln wird das Lebensministerium gemeinsam mit den Bundesländern in den nächsten 10 Jahren in der Lage sein, mehr als 600 Schutz-Projekte zusätzlich umzusetzen. Es wird ein jährliches Bauvolumen von 69 Millionen Euro ausgelöst. Dadurch können rund 1.500 Arbeitsplätze im Jahr geschaffen werden.

Österreich hat eine lange und erfolgreiche Tradition im Hochwasserschutz, der neben dem Schutz der Bevölkerung auch dem Schutz der Natur verpflichtet ist. Einen eindeutigen Schwerpunkt in der Gewässerökologie haben vor allem LIFE-Projekte. Dabei wird mit der Verbesserung des Hochwasserschutzes den Flüssen wieder mehr Raum und damit Platz für den Hochwasserrückhalt gegeben.

Bewusstseinsbildung für Hochwasser

Begleitend zu diesen Maßnahmen ist es wichtig, die BürgerInnen über Hochwassergefahren zu informieren und das Bewusstsein für die Risiken eines Hochwassers zu schärfen. In Österreich wurden mit dem Projekt HORA (Hochwasserrisikozonierung Austria) hervorragende Ausgangsbedingungen geschaffen. Mit einem Mausklick können die ÖsterreicherInnen unter www.hochwasserrisiko.at eine erste Gefahrenabschätzung ihres Wohn- bzw. Wirtschaftsstandortes rasch und einfach bewerkstelligen.

Einen weiteren Maßnahmenschwerpunkt stellt die Bewusstseinsbildung der Jugendlichen dar. Über die Jugendplattform des Lebensministerium "Generation Blue" werden mit Freecards, CD-Rom "Naturgewalt Wasser", Workshops für LehrerInnen und Informationen auf der Website www.generationblue.at zeitgemäße Informationen angeboten und Aktionsfelder aufgezeigt.

Publikationen und weitere Informationen des Lebensministeriums zu den Hochwasser, Gebäudeschutz, Eigenvorsorge und vieles mehr finden Sie auf www.lebensministerium.at.

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