Kadenbach: Lage am Arbeitsmarkt entspannt sich keineswegs

Immer mehr Arbeitslose und immer weniger Vollzeitjobs in Österreich

St. Pölten, (SPI) - "Die Lage am Arbeitsmarkt entspannt sich keineswegs! Die Zahl der Arbeit Suchenden steigt in allen Schichten der Bevölkerung, gleich ob bei Männern oder Frauen, Jungen oder Alten! Auch die Entwicklung der Beschäftigung ist rückläufig, wenn man mit einrechnet, dass es immer weniger Ganztagsjobs, aber immer mehr Teilzeitjobs oder geringfügige Beschäftigungen gibt! Zudem lassen auch die Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute nicht auf eine Entspannung hoffen", fasst die Geschäftsführerin SPNÖ, LAbg. Karin Kadenbach, die drastische Situation zusammen. Weitere Dramatik erhält die Situation durch die Anhebung des Pensionsalters und das Steigen des Arbeitskräfteangebots. "Der österreichische Arbeitsmarkt ist noch nicht darauf vorbereitet, dass immer mehr ältere ArbeitnehmerInnen im Berufsleben stehen! Hier kommen massive Probleme auf uns zu", so Kadenbach weiter.****

Von der oft zitierten Trendwende am Arbeitsmarkt kann daher keine Rede sein. "Die Zahl der Arbeitslosen ist gegenüber dem Vorjahr gesunken, das ist richtig, aber sie liegt nach wie vor weit über dem Niveau des Jahres 2000", gibt Kadenbach zu bedenken. Waren im Jahr 2000 noch 194.314 Menschen arbeitslos und 28.585 in Schulungen, waren es im Jahr 2005 bereits 252.655 Arbeitslose und zusätzlich 48.591 SchulungsteilnehmerInnen. Ebenso deutlich ist der direkte Vergleich der Juni-Werte. Im Jahr 2000 waren 156.387 Menschen ohne Arbeit, 25.279 davon in Niederösterreich. Heuer waren dagegen 196.368 ÖsterreicherInnen auf Jobsuche, 32.171 davon in Niederösterreich.

Eine Vergleichsstudie der Arbeiterkammer mit anderen EU-Ländern zeigt die Defizite deutlich auf. Österreich fällt demnach in allen wichtigen Bereichen der Arbeitsmarktentwicklung weiter zurück. Die Beschäftigungsquoten in der EU steigen, Stagnation gibt es dagegen in Österreich und Deutschland. Besonders auffällig ist der Vergleich der Beschäftigungsquoten in Vollzeitäquivalenten. Hier ist die Quote in Österreich sogar stark rückläufig. Vor allem bei Frauen steigt der Anteil an Teilzeitbeschäftigung. "Es ist nicht seriös, den Menschen in solch einer Situation einzureden, dass ohnehin alles in Ordnung ist! Vielmehr ist endlich eine grundsätzliche Reform der Arbeitsmarktpolitik notwendig", so LGF Kadenbach abschließend. (Schluss) kr

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