AK warnt vor sozialem Numerus Clausus auf Medizinuni

AK fordert Notfallsplan für mehr Studienplätze - Auf Grund langer Wartezeiten werden Medizinstudierende aus Studium aussteigen

Wien (OTS) - Medizinstudium - bitte warten, heißt es derzeit für über 200 Medizinstudierende, die nach dem ersten Studienjahr die schwere Zwischenprüfung erfolgreich absolviert haben. Der Grund: Es fehlen Kursplätze. "Es besteht die Gefahr, dass es zu einem sozialen Numerus Clausus kommt", warnt AK Expertin Martha Eckl, "vor allem finanziell schwächere Studierende werden sich die Zwangspause nicht leisten können und über kurz oder lang aus dem Studium aussteigen." Die AK fordert Bundesministerin Gehrer auf, sofort gemeinsam mit der Medizinuni Wien und der Studierendenvertretung einen Notfallsplan für zusätzliche Kursplätze auszuarbeiten. Dafür müssen auch die nötigen Budgetmittel bereitgestellt werden.

Bundesministerin Gehrer hat in einer Pressekonferenz im Februar verkündet, dass es gesicherte Studienplätze für Österreichs Studierende gibt, und dass das Medizinstudium eine gute Zukunft hat. In der Praxis sieht das anders aus: Trotz bestandener Zwischenprüfung (SIP 1) müssen an der Medizinuni Wien über 200 Studierende bis zum nächsten Wintersemester zwangspausieren, bis sie ihr Studium fortsetzen können. "Wenn sich hier nichts ändert, ist damit zu rechnen, dass diese Wartelisten noch einige Jahre bestehen werden", sagt Eckl, "immerhin muss diese unfreiwillige Verlängerung der Studienzeit von den Studierenden und ihren Eltern finanziert werden."

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