KPÖ, Klaus, fordert radikale Arbeitszeitverkürzung und Grundeinkommen

Beschäftigung sinkt weiter, Österreich hinkt im europäischen Vergleich nach

Wien (OTS) - KPÖ-PD (Wien) - Trotz gestiegenen Bruttoinlandsprodukts (BIP) sinkt die Beschäftigung in Österreich weiter. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Arbeiterkammer (AK), in der europäische Modelle verglichen werden.
Das höhere BIP, das vor allem auf eine gestiegene Exportleistung zurückzuführen ist, macht sich hierzulande weder in der Arbeitsplatzbeschaffung noch in der Lohnentwicklung bemerkbar. Anders etwa in Dänemark: Das dortige Wirtschaftswachstum ist annähernd so groß wie in Österreich, werde aber vor allem aus der Binnennachfrage gespeist. Fundament der starken Binnennachfrage seien die hohen Reallöhne sowie das hohe Arbeitslosengeld (84 Prozent des Letztbezugs). In Schweden sowie in den Niederlanden sei die Lage ähnlich günstig wie in Dänemark, so die AK.

Österreichs Arbeitslosenquote liegt dagegen mit 5,2 Prozent hinter den skandinavischen Ländern und sogar hinter Großbritannien zurück. Gemessen an Vollzeit-Arbeitsplätzen sei lt. AK-Studie in Österreich die Beschäftigung sogar gesunken, neue Beschäftigung sei nur in Form von Teilzeit oder prekarisierten Dienstverhältnisses zu bekommen. In den Vergleichsländern sei aber auch die Zahl der Vollzeit-Arbeistplätze gestiegen.

Auf dem Hintergrund der desaströsen Lage am heimischen Arbeitsmarkt, an der auch die Wahlpropaganda der Regierung nichts ändere, fordert Melina Klaus, Bundessprecherin der KPÖ, eine radikale Änderung der Arbeitsmarktpolitik: "Eine deutliche Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich und die Transformation bisher unentgeltlicher Tätigkeiten im Gesundheits- Pflege- und Kulturbereich sowie prekarisierter Dienstverhältnisse in normale und kollektivvertraglich abgesicherte Arbeitsverhältnisse ist überfällig." Ein gesichertes Grundeinkommen für alle, eine der zentralen Forderungen der KPÖ, stelle für Klaus überdies eine wichtige Maßnahme zur individuellen Absicherung der massiven Umwälzungen der Arbeitsgesellschaft dar.

Rückfragen & Kontakt:

KPÖ
Tel.: 0664/344 13 12
maringer@kpoe.at
http://www.kpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKP0002