Ackerl zu Kinderbetreuung: Deutschland führt die fortschrittlichere Diskussion

"In Deutschland erkannt, bei uns noch ignoriert: Kinderbetreuung muss kostenlos werden!"

Wien (SK) - Der Bundesvorsitzende der Kinderfreunde, Oberösterreichs Sozial-Landesrat Josef Ackerl, begrüßt heute ausdrücklich die in Deutschland über die Parteigrenzen hinweg positiv geführte Debatte um die Einführung der Gratis-Kinderbetreuung. "Auch die deutsche CDU/CSU fordert mittlerweile durch ihren Familiensprecher Singhammer eine kostenlose Kinderbetreuung ein", so Ackerl. ****

"Wer so wie wir den Kindergarten als Bildungseinrichtung ähnlich der Schule versteht, und für eine Chancenangleichung der Kinder durch ein Pflichtkindergartenjahr eintritt, muss konsequenterweise gegen Elternbeiträge sein." Ackerl fordert die ÖVP auf, sich an ihren deutschen ParteikollegInnen ein Beispiel zu nehmen und sich dieser fortschrittlichen Diskussion nicht weiter zu verschließen.

In der heutigen Ausgabe der Süddeutschen Zeitung tritt auch der familienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion für ein Konzept ein, durch das "ausreichend - nach Möglichkeit kostenlose - Plätze in der Kinderbetreuung" zur Verfügung stehen sollen. Eine Forderung, die sich mit dem Kindergartenmodell der Kinderfreunde trifft. Darin ist erstens ein verpflichtendes Kindergartenjahr vor der Einschulung und der für die Eltern kostenneutrale Kindergartenbesuch ihres Kindes vorgesehen. "Wir verstehen den Kindergarten als Bildungseinrichtung, die die Chancen der Kinder auf dem späteren Lebens- und Bildungsweg entscheidend verbessern soll", so Ackerl. Damit möglichst alle Kinder von diesem Angebot profitieren können, müsse der Kindergartenbesuch gratis sein, da sonst für viele Eltern das Kostenargument als unüberbrückbar im Vordergrund stehe. "Wer reich ist, kann seinem Kind nämlich ohnehin die besten Betreuungsangebote und damit die besten Bildungschancen kaufen", führte Ackerl aus. "Wir wollen, dass diese Chancen allen zugute kommen." Durch das Pflichtkindergartenjahr wird darüber hinaus auch die Integration erleichtert. Kindern, deren Familien bisher zu frühen Kontakten zu anderen sozialen Schichten eher skeptisch gegenüber standen, würde das Kennenlernen anderer Kinder und das Erlernen sozialer Kompetenzen ermöglicht. "Die ÖVP soll von den fortschrittlicheren deutschen ParteikollegInnen lernen und mit uns die entsprechenden Konzepte für Österreich entwickeln", fordert Ackerl abschließend. (Schluss) js/mp

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