Moser/Jarolim: Weitere Auswüchse des Führungschaos bei ÖBB

Die ÖBB kommt nicht zur Ruhe - nach jüngsten Begünstigungsvorwürfen zeigen sich weitere Mängel in Struktur und Führung des Konzerns

Wien (SK) - Erneute Aufregung rund um die ÖBB-Holding, die derzeit nicht zur Ruhe zu kommen scheint. Neben einem überraschenden Personalwechsel in der Konzernkommunikation, nach ans Tageslicht getretenen augenscheinlichen gegenseitigen Begünstigungen rund um einen Grundstücksdeal zwischen Telekom und ÖBB werden nun weitere Mängel in Struktur und Führung des Konzerns deutlich, erklärten die SPÖ-Abgeordneten Hannes Jarolim und Johann Maier Donnerstag gegenüber SPÖ-Pressedienst. ****

Die jüngste Konzernrichtlinie des ÖBB, wonach Anträge an den Aufsichtsrat der ÖBB-Holding zeitgerecht (sprich eine Woche vor der Versendung der Unterlagen an die jeweiligen Aufsichtsräte der Konzerngesellschaft) an den Vorstand der ÖBB-Holding AG zu richten sind, sieht SPÖ-Justizsprecher Jarolim als weiteren negativen Auswuchs der gesetzlich angeordneten Struktur der ÖBB. SPÖ-Wirtschaftssprecher Moser pflichtet ihm bei: Das ÖBB-Strukturgesetz, das ÖVP-Kanzler Schüssel und ÖVP-Staatssekretär Kukacka vor rund zwei Jahren im Nationalrat gegen den Widerstand der Sozialdemokraten, Belegschaft und Expertenmeinungen durchgepeitscht haben, hat jeglichen empirischen Erfahrungen und Organisationsgrundsätzen widersprochen. "Es war schon damals klar, dass das Unternehmen nicht zu führen sein wird. Dieser Murks kommt nun voll negativ zum Tagen. Das Unternehmen ist mit der gesetzlich verordneten Struktur nicht führbar."

Als weitere Ursache für das Führungschaos in der ÖBB sieht Moser die Führungsschwäche eines völlig überforderten Holding-Vorstands der ÖBB. Ein weiterer Auswuchs sei das ungenierte Zuschanzen von Aufträgen an Aufsichtsräte. Moser: "Die politische Verantwortung für das Chaos tragen die ÖVP-Politiker Schüssel und Kukacka." Johann Moser und Hannes Jarolim machen abschließend klar. "Für uns Sozialdemokraten steht in der nächsten Legislaturperiode die Reparatur des ÖVP-Murks bei der ÖBB an vorderster Stelle, um der Belegschaft Perspektiven zu geben, den Wirtschaftsstandort zu stärken und den Bahnkunden optimale Leistungen anzubieten." (Schluss) ps/mm

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0010