Lehrerauswahl durch Schulen ist Themenverfehlung

Burgstaller: "Mit ihrem Vorschlag zäumt Ministerin Gehrer das Pferd von hinten auf"

Salzburg (OTS) - (LK) Die Salzburger Landeshauptfrau und Bildungsreferentin Mag. Gabi Burgstaller reagierte heute, Donnerstag, 27. Juli, verwundert über einen Vorschlag von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer, der vorsieht, dass sich Schulen in Zukunft ihre Lehrer/innen selbst aussuchen können. "Die Forderung nach mehr Schulautonomie ist alt. Mit dem jetzigen Vorschlag zäumt Gehrer das Pferd von hinten auf. Damit wird kein einziges der aktuell drängenden Probleme unserer Schulen gelöst", so Burgstaller. Würde sich Ministerin Gehrer selbst ernst nehmen, dann hätte sie schon vor Jahren die Möglichkeit gehabt, die Weichen Richtung mehr Schulautonomie zu stellen, so die Landeshauptfrau weiter: "Schulen suchen sich Lehrerinnen und Lehrer selbst aus - das heißt, dass im Vorfeld schul- und dienstrechtliche Fragen geklärt werden müssen, das heißt, dass die Ausbildung geändert werden muss, das heißt, das man sich Gedanken machen muss über jene Pädagogen, die von keiner Schule angefordert werden, alles Fragen in denen Ministerin Gehrer untätig geblieben ist." Es sei verantwortungslos, angesichts des - vom Bund vorgegebenen Sparzwangs - im Schulbereich mit unausgegorenen Vorschlägen an die Öffentlichkeit zu gehen, betonte Burgstaller.

Es sei hoch an der Zeit die Klassenschülerhöchstzahlen zu senken und vor allem für den Bereich der Integration mehr Gelder zur Verfügung zu stellen. "Es ist notwendig, dass der Bund mehr Geld für die Bildung zur Verfügung stellt. Es reicht nicht, dass die Vertreter der Bundesregierung immer wieder die Wichtigkeit von Bildung und Ausbildung im internationalen Wettbewerb betonen, unsere Jugend aber, wenn es konkret wird, im Stich lassen", setzte Burgstaller fort. Es gehe neben der Ausbildung für die Jugend auch um die Perspektive für Tausende junge Lehrer/innen. "Ändert der Bund seine Politik nicht, dann droht Absolventinnen und Absolventen der pädagogischen Hochschulen, dass sie direkt von der Ausbildung aufs Abstellgleis geraten. In einer Zeit, in der unseren Schulen dringend Lehrer, vor allem auch für den Bereich der Sonderpädagogik fehlen", schloss die Landeshauptfrau.

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