Kelag-Erdgas: AK Kärnten kritisiert geplante Preiserhöhung

Klagenfurt (OTS) - Als nicht gerechtfertigt kritisiert die Arbeiterkammer Kärnten die von der Kelag angekündigte Erhöhung der Gaspreise per 1. September um fast acht Prozent. Der Gaspreis der Kelag ist erst vor einem Jahr um zehn Prozent gestiegen. Außerdem hat die Kelag 2005 ein erfolgreiches Geschäftsjahr mit einem Umsatzplus von 15 Prozent abgeschlossen, betont die Arbeiterkammer.

Die Kelag versorgt rund 17.000 Kunden mit Erdgas. Ihnen drohen im Falle einer Preiserhöhung Mehrkosten pro Jahr in der Höhe von 66 Euro. Erst im November des Vorjahres hatte die Kelag den Gaspreis um rund 10 Prozent angehoben. Gleichzeitig hat die Kelag ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2005 hinter sich. Der Konzernumsatz wurde um 15 Prozent auf 583 Millionen Euro gesteigert. Der Erdgasumsatz ist um zwölf Prozent gewachsen.

Jetzt neuerlich eine Preiserhöhung bei Erdgas anzukündigen ist sicher nicht gerechtfertigt", kritisiert AK-Präsident Günther Goach und stellt sich hinter die Interessen der Konsumenten. Für die Kelag würde die angekündigte Gaspreiserhöhung kräftige Mehreinnahmen pro Jahr bedeuten. "Eine Summe, die von vielen kleinen Haushalten aufgebracht werden müsste, die durch die hohen Energiepreise ohnehin schon massiv belastet sind ", betont Goach. Wie die Arbeiterkammer errechnet hat, haben die steigenden Energiepreise die Arbeitnehmer-Haushalte im vergangenen Jahr eine Milliarde Euro gekostet.

Die von der Bundesregierung betriebene Liberalisierung des Energiemarktes hat den Konsumenten bisher statt der versprochenen Erleichterungen ständig steigende Strom- und Gaspreise gebracht", kritisiert Goach.

Mit den gestiegenen Strom- und Gaspreisen wachsen auch die Einnahmen des Finanzministers aus der Energieabgabe. Der Bund muss die Einnahmen aus der Energieabgabe zur sozialen Abfederung einsetzen und damit die Strom- und Gaskosten für finanziell schwache Haushalte senken, fordert die AK.

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