AK kritisiert Aus für Arbeitsmedizin-Forschung: Gehrer und Rauch-Kallat sehen tatenlos zu

Wien (OTS) - Kritik übt die AK an den Plänen der Medizinischen Universität Wien, sich aus der Forschung für Arbeitsmedizin zu verabschieden. Das trifft nicht nur die Forschungseinrichtung direkt, betroffen sind auch das Labor, die Ambulanz und damit auch die Ausbildung von Fachärzten für Arbeitsmedizin. "Österreich wäre damit wohl der einzige Industriestaat, der sich nicht um das wichtige Feld der Arbeitsmedizin kümmert. Und die Bildungsministerin und die Gesundheitsministerin sehen tatenlos zu", sagt Alexander Heider, Leiter der Abteilung für ArbeitnehmerInnenschutz in der AK Wien, "überall nimmt die Bedeutung der Arbeitsmedizin zu, in Österreich lässt man diesen wichtigen Bereich der Medizin einfach sang- und klanglos verschwinden." Erste Verlierer sind durch Arbeit oft schwer erkrankte ArbeitnehmerInnen, die auf die hoch spezialisierte Bettenstation für die Abklärung und Behandlung der Arbeitsbedingtheit ihrer Erkrankung angewiesen sind. Die AK fordert, mehr in die arbeitsmedizinische Forschung zur Vermeidung arbeitsbedingter Erkrankungen zu investieren, um die Prävention vermeidbarer Erkrankungen zu stärken. Die laufenden wissenschaftlichen Forschungsprojekte an der Universitätsklinik für Arbeitsmedizin dürfen nicht einfach gestrichen werden. Aus gesundheitspolitischen und volkswirtschaftlichen Erwägungen ist die Universitätsklinik für Arbeitsmedizin mit ihren etwa 50 Beschäftigten zu erhalten.

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