Grüne Simmering: Unfassbarer Giftmüll Skandal in Simmering

Diaz-Figueroa: "Komplettes Versagen der Kontrollinstanzen der Wiener Stadtregierung"

Wien (OTS) - Als ein komplettes Versagen der Wiener Stadtregierung bezeichnet der Klubobmann der Simmeringer Grünen, Patricio Diaz-Figueroa, die Ereignisse rund um den Fund von illegalen Giftmüllfässern auf einem Fabriksgelände in Simmering. "Es ist völlig unfassbar, dass die MA 22 von dem Giftmüllfässern seit September 2005 gewusst hat, die Lage vor Ort begutachtet hat und dennoch bis heute keine geeigneten Sicherungsmaßnahmen getroffen hat - trotz der verheerenden Auswirkungen von Cyanid auf Mensch und Umwelt", so Diaz-Figueroa. Der Kontakt mit bereits 50 mg Cynid ist für einen erwachsenen Menschen tödlich.

Auch völlig unerklärlich ist die Tatenlosigkeit des Grundstücksbesitzers in dem Fall, der laut eigenen Informationen seit einigen Monaten mit der MA 22 darüber streitet, wer die Beseitigungskosten tragen soll.

Diaz-Figueroa stellt Umweltstadträtin Sima die Frage, wie es überhaupt möglich ist, dass in dicht besiedeltem Wohngebiet einem derartigen Betrieb die Genehmigung erteilt wurde. Der nach wie vor aufrechte Betrieb von Jugend- und Kulturvereinen, Nahrungsmittelproduzenten und etlichen Firmen auf demselben Areal ist nach heutigem Informationsstand nicht gefahrlos - bis nicht die nötigen Sanierungsmaßnahmen stattgefunden haben. Diaz-Figueroa berichtet: "Kinder des benachbarten Jugendvereins haben mit Schlamm gespielt und am nächsten Tag unter Hautausschlägen gelitten". Dieser Zustand kann nicht länger akzeptiert werden.

Die Grünen Simmering fordern:

eine sofortige Beseitigung des illegalen Giftmülllagers

eine Absperrung und Sanierung des gesamten Areals

Boden- und Wasserprobenentnahme der unmittelbaren Grundstücke

sofortige ausführliche Information aller auf dem Areal angesiedelten Vereine und Betriebe, sowie der Bevölkerung in unmittelbarer Umgebung

das sofortige Tätigwerden der zuständigen Justizbehörden und die Klärung der Verantwortlichkeiten von Grundstückbesitzer und Firma ÖSTAB

dass bei langanhaltender Kontamination den Kultur- und Jugendvereinen von der Stadt Wien Ersatzräumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden.

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