Boden: Ein Lückenschluss im Thayatal ist dringend notwendig

17 Jahre nach Fall des Eisernen Vorhangs ist die Bahnlinie noch immer unterbrochen

St. Pölten (SPI) - "Die öffentlichen Verkehrsmittel sind die Lebensadern des Landes! Sie entscheiden maßgeblich darüber, ob eine Region für Wirtschaft und BewohnerInnen attraktiv ist! Daher dürfen die öffentlichen Verkehrsmittel nicht dem Sparstift zum Opfer fallen, sondern müssen vielmehr ausgebaut und attraktiviert werden", so der Waldviertler SPNÖ-Mandatar, BR Karl Boden. In den Grenzregionen des Waldviertels sind nach wie vor Bahnlinien, die vor dem zweiten Weltkrieg eine durchgehende Verbindung der benachbarten Gemeinden gewährleisteten, unterbrochen. "Es ist mittlerweile 17 Jahre her, dass der Eiserne Vorhang gefallen ist und seit rund 2 Jahren sind unsere Nachbarn Mitglieder in der Europäischen Union! Es ist daher höchst an der Zeit, endlich dafür zu sorgen, dass auch die Verkehrsverbindungen dieser Entwicklung Rechnung tragen", so Boden weiter.****

Die Bahn von Kostelec nach Schwarzenau wurde 1946/47 eingestellt, nach der Errichtung des Eisernen Vorhangs wurde der Bahnverkehr über die Grenze vollkommen unterbunden. Auf tschechischer Seite blieb der Abschnitt von Kostelec nach Slavonice in Betrieb, in Österreich verkehrte die Bahn nur zwischen Schwarzenau und Waldkirchen weiter. "Auf österreichischer Seite geht es um ein Stück von 6 Kilometern! Von beiden Ländern wird die Wichtigkeit dieses Lückenschlusses immer wieder betont und eine Deklaration zum koordinierten Verkehrsausbau unterzeichnet. Von Seiten des Landes wurden bereits vor 2 Jahren Mittel für die eisenbahntechnische Einreichplanung genehmigt. Nur bisher ist nichts von einer Bahnverbindung zu sehen. Nach den massiven Schäden durch das Hochwasser vor wenigen Wochen ist nun die Angst groß, dass die Thayatalbahn nicht ausgebaut, sondern geschlossen werden könnte", so Boden. "Die Strecke hätte aber nicht nur für den Personenverkehr, sondern vor allem für den Güterverkehr große Bedeutung. Natürlich sind gerade die kleineren Linien nicht dazu geeignet, große Gewinne zu lukrieren, aber gerade deshalb und weil sie ein so wesentlicher Bestandteil der Infrastruktur sind, ist es die Aufgabe der öffentlichen Hand diese Verkehrsverbindungen für die Menschen aufrecht zu erhalten", so Boden abschließend. (Schluss) kr

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