Antiisraelische Grundhaltung in Österreich

Man greift "Israel" an und meint "Jude"

Wien (OTS) - Die Israelitische Kultusgemeinde bedauert die "antiisraelische Grundhaltung" in der Wahrnehmung des Nahost-Konfliktes, sowohl in den Medien, als auch in der Politik und der Bevölkerung, die von doppelter Moral gekennzeichnet ist.

Man greift "Israel" an, weil man nicht "Jude" sagen will, um sich keinem Antisemitismusvorwurf auszusetzen.

Daß hunderttausende jüdische, arabische und drusische Israelis täglich in den Bunker rennen müssen und dutzende Verletzte in Spitälern liegen, sieht man nich. Daß ein ungezielter Raketenbeschuss auf zivile Ziele, noch dazu unter Zuhilfenahme der Tarnung von Abschussrampen im Hinterhof von Wohnhäusern klar völkerrechtswidrig und ein Kriegsverbrechen ist, wird nicht erwähnt. Dafür berichten dann von der Hisbollah betreute Korrespondenten von den Opfern unter der libanesischen Zivilbevölkerung und zeigen Ruinen, bei denen es sich kein einziges Mal um ein militärisches Ziel gehandelt habe...

Auf politischer Ebene wird unprofessionell reagiert und die Äußerungen Annans, der bei seiner Verurteilung Israels anlässlich des tragischen Todes der UN-Beobachter gleichzeitig als Ankläger und Richter auftritt, übernommen. Der Vorwurf, der Angriff auf den UN-Posten sei absichtlich gewesen, ist skurill, schließlich wurden ebenso israelische Soldaten schon durch "friendly fire" verletzt. Die spätere halbe Entschuldigung Annans findet in Österreich keinen Niederschlag.

Aus der Anzahl der agressiven, drohenden und beleidigenden e-Mails, die in den letzten Tagen in der IKG eingehen, lässt sich ableiten, dass der antisemitische Sumpf nach wie vor vorhanden ist und seine Agressionen mangels genug sichtbarer Substanz an Juden sich gegen den Staat Israel richtet.

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