IV-Koren zu 7. F&E-Rahmenprogramm: Industrie hat Verbesserungen durchgesetzt

Schwierige Fragen konstruktiv gelöst - Gesetzgebungsprozess kann planmäßig weitergeführt werden - Effizienz und Flexibilität der Forschungsprojekte weiter erhöhen

Wien (OTS) - (PdI) "Im 7. F&E-Rahmenprogramm sind gegenüber dem 6. Programm nicht zuletzt auf Druck der Industrie einige wesentliche Dinge verbessert worden, die zu einer höheren Forschungs-Beteiligung der Industrie führen sollten", betonte der Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Peter Koren heute, Dienstag. In dem Zusammenhang beurteilt die Industriellenvereinigung die gestern von den europäischen Forschungsministern in Brüssel erzielte politische Einigung zum 7. EU-Forschungsrahmenprogramm sehr positiv. "Wir begrüßen den Durchbruch und dass die noch offenen schwierigen Fragen in konstruktiver Weise gelöst werden konnten", so Koren. Die Einigung habe auf sehr weitgehenden Vorarbeiten der österreichischen EU-Präsidentschaft beruht und stelle den ersten politischen Erfolg des finnischen Vorsitzes dar. Damit sei nun gewährleistet, dass der Gesetzgebungsprozess zum 7. Rahmenprogramm plangemäß weitergeführt wird und das Programm zeitgerecht mit Anfang 2007 starten kann. Für die nächsten sieben Jahre stehen somit 54,4 Mrd. Euro für Forschung in der EU zur Verfügung.

Aufgrund des hohen bürokratischen Aufwandes sei es beim letzten Forschungsprogramm zu einem drastischen Rückgang der Industriebeteiligung gekommen. Dies sei im Gegensatz zur politischen Zielsetzung der Forschungsförderung gestanden, "nämlich der Stärkung der Innovationskraft und internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen als Beitrag zur europäischen Wachstums- und Beschäftigungsstrategie", so der IV-Vize-Generalsekretär weiter. Die Industrie begrüße, dass speziell bei der Frage der Stammzellenforschung ein pragmatischer Ansatz getroffen wurde, der diesen zukunftsträchtigen Forschungsbereich mit entsprechenden Auflagen weiter in Europa fördern wird. "Wir sind sehr froh dass Europa in der Stammzellenforschung nicht die Türe zugeschlagen hat", sagte Koren.

Ein ganz wichtiger Hebel zur Verfahrensvereinfachung seien jedoch die Beteiligungsregeln, die im Herbst von Rat und Europäischem Parlament beschlossen werden sollen. "Die IV plädiert bei diesen Verwaltungsverfahren für eine generelle Vereinfachung, um die Effizienz und Flexibilität der Forschungsprojekte zu erhöhen. Wenn im Herbst auch noch die Beteiligungsregeln in dem von uns vorgeschlagenen Maße abgeschlankt werden, dann steht gemeinsam mit dem gestern beschlossenen Rahmenprogramm der Industrie ab 2007 ein attraktives Instrument zur europäischen Forschungsvernetzung zur Verfügung," so der IV-Vize-Generalsekretär.

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