KPÖ-Klaus: Chance für Initiative zur globalen Armutsbekämpfung

Scheitern der WTO-Verhandlungen machen Weg frei für fairen Handel im UNCTAT-Sinne

Wien (OTS) - KPÖ-PD (Wien) Die WTO-Verhandlungen über die so genannte Doha-Entwicklungsrunde zur Liberalisierung des Welthandels im neoliberalen (Un-)Geist sind gescheitert.
Die letzten Verhandlungen waren schon Anfang Juli erfolglos zu Ende gegangen. Hauptkonfliktpunkt sind weiter Agrarsubventionen und Einfuhrzölle auf landwirtschaftliche Produkte. Ziel der G-8-Staaten ist eine weitere Liberalisierung des Welthandels und der Abbau von Zöllen und Handelsschranken.
Die Industriestaaten verlangen von den sogenannten Entwicklungs- und den Schwellenländern, dass sie ihre Märkte für ausländische Industrieprodukte öffnen. Dagegen fordern diese den Abbau handelsverzerrender Agrarhilfen in den Industriestaaten sowie eine Regulierung des ungebremsten Ausbreitens globaler Multis, das gerade in den Entwicklungsländern mit einer massiven Zunahme von Armut und der Verunmöglichung fairer Handelsbeziehungen einhergeht.

Die KPÖ begrüßt das jüngste Scheitern der Welthandelsgespräche, die einzig zum Ziel haben, die Macht der Industrienationen und ihrer multinationalen Unternehmen zu festigen und zu vertiefen. Melina Klaus, Bundessprecherin der KPÖ: "Wir sehen in diesem Scheitern die Chance, im Sinne der UNCTAT (United Nations Conference on Trade and Development) eine demokratische und emanzipatorische Initiative zur globalen Armutsbekämpfung und für einen gerechten und fairen Handel zu ergreifen."

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