Zimmermann: Niederösterreich bei Industriekonjunktur in vielen Bereichen über Österreich-Schnitt

Trendumkehr am Arbeitsmarkt erfreulich - Schritte zur weiteren Stärkung des Standortes setzen - Hohe Energiekosten vor allem für energieintensive Industrie problematisch

Wien (OTS) - (PdI) "Die niederösterreichische Industrie erweist sich weiterhin als ein Wirtschaftsmotor in Österreich", erklärte Mag. Norbert Zimmermann, Präsident der IV-Landesgruppe Niederösterreich, angesichts der Ergebnisse der aktuellen NÖ-Konjunkturumfrage heute, Mittwoch. "Wir stehen im zweiten Quartal 2006 in vielen Bereichen besser da als im Vorjahresvergleich." Besonders hob der Generaldirektor der Berndorf AG die Tatsache hervor, dass das Land in vielen Punkten über dem Österreich-Schnitt liege. Gleichzeitig wies der Präsident darauf hin, dass weitere notwendige Schritte zur Stärkung des Standortes - wie Infrastrukturausbau und Arbeitszeitflexibilisierung - noch zu setzen seien. Überdies seien die hohen Energiekosten vor allem für die energieintensive Industrie derzeit problematisch.

Geschäftsklima, Beschäftigte und Preise über Österreich-Wert

"Sehr erfreulich ist der Umschwung bei den Beschäftigen. Die bundesweite Trendumkehr hat in Niederösterreich besonders stark eingesetzt", hebt Zimmermann hervor. Im März dieses Jahres lag der Saldo beim Beschäftigtenstand in den nächsten drei Monaten noch bei 11. In der Zeit bis zum Juni hat er sich mehr als vervierfacht: 46 Punkte im Gegensatz zu 14 im Österreich-Vergleich. In folgenden weiteren Bereichen liegt das größte Bundesland über dem Durchschnittswert Österreichs: das Geschäftsklima überholte den Österreich-Wert im Juni mit einem Wert von 40,7 gegenüber 37,1 in Österreich.

Um 18 Punkte besser (NÖ: 79, Ö: 61) wurde die Geschäftslage beurteilt. "Gleich 82 Prozent der Befragten beurteilten die Geschäftslage positiv. Nur drei beurteilten sie negativ", erklärte der IV-NÖ-Präsident. Bei der Ertragssituation in den Betrieben beträgt der Saldo 48 - österreichweit liegt er bei 30. Eine Steigerung von -9 auf +56 im Jahresvergleich gelang bei der Produktionskapazität der nächsten drei Monate. In diesem Bereich liegt das Bundesland sogar doppelt so gut wie der Bundesdurchschnitt mit einem Wert von 25.

NÖ: Export nimmt weiter zu

"Ein Wirtschaftsturbo sind weiterhin die Exporterfolge unserer Unternehmen. Das zeigt unsere gute Vernetzung in Europa und weltweit", erklärt Zimmermann: Der Saldo der Auslandsaufträge stieg von 17 auf 78 an. Auch in vielen anderen Bereichen konnte das Bundesland gewinnen: die Beurteilung der Geschäftslage in den nächsten sechs Monaten konnte im Jahresvergleich zulegen. Im Juni 2005 war die Stimmung schlechter (Saldo -5). Der derzeitige Auftragsbestand wurde im Juni 2005 mit einem Saldo von 21 positiv bewertet. Dieser Wert stieg im Laufe der letzten Monate um fast 350 Prozent auf nun 74 an. Die Aussichten auf höhere Preise verbesserten sich ebenfalls: meinte letztes Jahr noch die Mehrheit der Befragten, die Preise würden sinken (Saldo -14), sehen nun die meisten die Preisentwicklung wieder positiv. (Saldo +3). Auch die Aussichten auf die zukünftigen Auftragseingänge haben sich verbessert. Wies die Umfrage im Juni letztes Jahr noch einen Saldo von -22 aus, so ist heuer der Saldo mit -8 beinahe ausgeglichen.

Rückfragen & Kontakt:

IV-Newsroom
Tel.: (++43-1) 711 35-2306
Fax: (++43-1) 711 35-2313
info@iv-newsroom.at
http://www.iv-net.at/medien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPI0002